11.August 2010
Gerade als ich mich entscheiden wollte, dass hinsichtlich der Strassenqualität Gozo leicht vor Malta liegt, passierte es. Links sollte man lang, wenn man zu Azure Window will. Okay dachte ich mir und gab dem alten klapprigen Gaul die Sporen – um verblüfft gleich wieder die Bremse zu ziehen. Der Weg zu einem der berühmtesten Wahrzeichen Gozos und damit Maltas war ein besserer Feldweg.
Schlagloch an Schlagloch steil bergab war die Aufgabe für die gefühlte nächste Stunde, tatsächlich waren es wohl kaum mehr als 10 Minuten. Der Anblick von Azure Window belohnte die Mühen.
Doch die Rechnung kommt zum Schluss. Obwohl ich nun wahrlich keine untrainierten Oberarme habe, war das ständige Bremse ziehen wohl doch zu viel. Kurz vor Sliema auf einer ruhigen Strasse allerdings bergab passierte es dann. Ich lag im Strassenstaub. Der Roller ist unverletzt und auch ich habe keine Schürfwunde, sondern nur noch den Schreck in den Gliedern. Deswegen geht es dann morgen auch gleich wieder auf den Roller – für eine kleine Runde nach dem langen Ritt heute
Gepostet in: Malta |
4 Kommentare
9.August 2010
In Malta wird Links gefahren. Das also sollte das Abenteuer dieses Urlaubs werden: Links fahren. Glücklicherweise gelang es mir deutlich vor der Anreise einen Roller zu buchen. Die Freude war groß, als ich feststellte, dass nicht alles anders ist. Links Gas geben und Rechts sind die Blinker. Super, jetzt muss es nur noch mit dem Spur halten klappen.
Das ging dann erstaunlich gut, so dass ich das Programm für heute gut abwickeln konnte. Den Ostteil der Insel mit dem Süden ohne The Three Citys dafür aber mit Blue Lagon. Grossartig. Die Strassen sind manchmal als solche kaum erkennbar, mindestens die Stossdämpferindustrie müsste hier einen riesen Umsatz machen und die Strassenschilder führen einen immer nach Hause.
Gepostet in: Malta |
3 Kommentare
5.August 2010
Bevor frau in den Urlaub fährt, sind so manche Vorbereitungen zu tätigen. Zum Beispiel zählt dazu, die Geldbörse von überflüssigen Dingen (selbstverständlich nur Überflüssig für den Urlaub) zu befreien. Zwar fliege ich erst am Sonntag wieder nach Malta, aber die Vorbereitungen fangen jetzt schon an.
Als ich so meine Geldbörse befreite, fiel mir mein Parteiausweis in die Hand. Und tatsächlich -wie die Zeit vergeht- ich bin seit 2 Tagen und 20 Jahren Mitglieder der Partei die sich heute die LINKE nennt, an meinem 32. Geburtstag ihren Namen in Linkspartei.PDS veränderte und als ich eintrat einfach nur PDS hieß. Am 3. August 1990 wurde ich Mitglied – mit 17 Jahren, was damals eigentlich gar nicht möglich war, denn das Eintrittsalter lag ja bei 18 Jahren.
Viel ist in den Jahren passiert, viele Mitstreiter/innen der damaligen AG Junge GenossenInnen sind heute in alle Winde verstreut und mit manchen arbeite ich heute noch zusammen (auch wenn sie manchmal mittlerweile in anderen Parteien sind
). Manchmal tut es gut sich an die Anfänge zu erinnern, wo selbst im Osten eine Mitgliedschaft in der PDS eher für Nachteile (oder gar Bedrohungen am Infostand) sorgte. Geprägt haben mich die Debatten um die eigene Vergangenheit und die Frage “Opponieren-Tolerieren-Koalieren”. So mancher Debattenbeitrag damals ist deutlich substantieller als so manches, was heute zu lesen ist. Und es war schon ziemlich interessant zu beobachten wie die Parteitagsdelegierten reagierten, als wir 1993 als junge Pioniere den Parteitag in der Kongresshalle “stürmten” und der Partei eine leere Mappe mit Fragezeichen überreichten, weil uns die Auseinandersetzung mit der eigenen Geschichte ungenügend erschien.
Welche Aufregung herrschte, als wir die Konferenz “Ob friedlich oder militant – wichtig ist der Widerstand” abhielten. Wieviel Solidarität erlebten wir, als wir in der Volksbühne die Genossen/innen beim Hungerstreik begleiteten. Welche Debatten führten wir insbesondere in Brandenburg – um die Verfassung, das Verhältnis von Außerparlamentarismus und Parlamentarismus. Rekrutenzugblockade und ILA-Protest führten immerhin zu einer jugendrichterlichen Ermahnung
. Debatten-Artikel im Disput führten zur namentlichen Erwähnung im Bericht des Bundesamtes für Verfassungsschutz. Weiter ging es mit diversen Wahlkämpfen (wo ist eigentlich das Video zum Wahlkampf 1995 in Berlin?), die mal mehr oder weniger erfolgreich und interessant waren. Die Wahlniederlage 2002, nachfolgend Gera, die diversen Parteitage in der Antragskommission mit den Höhepunkten Chemnitz und Dortmund, die Vereinigung…
Tja, in 20 Jahren erlebt frau so einiges interessantes oder auch weniger interessantes. Erfolge wechseln sich mit Niederlagen ab und trotzdem hat es alles in allem viel Spaß gemacht. Insofern hoffe ich auch auf spannende weitere 20 Jahre, selbstverständlich nur mit Erfolgen
.
Gepostet in: Allgemein Politisches, Malta, Persönliches |
1 Kommentar
27.Dezember 2009
… für 10 Tage zum Nachbarn nach Dänemark geht, bleibt Zeit für einen Rückblick auf das Jahr 2009.
Insgesamt ein Jahr wo die Enttäuschung die Freude überwogen hat. Auf der positiven Seite und nicht gering zu schätzen ist der überraschende Einzug in den Bundestag. Mit diesem habe ich und ich glaube auch mein Wahlteam nicht gerechnet. Doch jetzt ist es passiert, ich freue mich noch immer darüber und jetzt gilt es etwas daraus zu machen. Auch darüber nachzudenken wird Zeit sein beim Nachbarn.
Auf der positiven Seite steht auch der Entschluss, in meinem hohen Alter mal das Leben in einer WG zu testen und der daraufhin erfolgte Umzug. Auf dieses WG-Leben freue ich mich wirklich.
Und nicht zu vergessen war der wieder unvergessliche Aufenthalt in meiner “zweiten Heimat” Malta im Sommer. Ich vermisse die Sonne und die Gespräche dort und bin mir sicher im Sommer 2010 bin ich wieder da.
Aber der Bundestag und die WG ist nicht alles (aber auch nicht nichts
). Es gab da noch den Parteitag in Essen Trinken, der für mich eine der größten Enttäuschungen des Jahres war. Klar,bei dem Ergebnis der Europawahlen und den errungenen Sitzen sieht die Welt nochmal ganz anders aus, denn schließlich hätte Platz 10 auch nicht für den Einzug in das Europaparlament gereicht. Dennoch hat mich die Niederlage bzw. Nichtwahl von Dominic auf diesem Parteitag schwer getroffen. Nicht nur, weil dies eine Kandidatur war für die ich mit vollem Einsatz gekämpft habe, sondern auch weil Dominic es wirklich verdient hätte aufgestellt zu werden.
Ich habe in diesem Jahr wieder die Chance gehabt die Welt zu sehen und Genossen/innen von verschiedenen Kontinenten kennenzulernen. Eine Erfahrung die ich weder in Bezug auf Bangladesh noch auf Venezuela und Ecuador missen möchte. Dennoch schleicht sich immer wieder der Gedanke ein, was geschehen wäre, hätte ich auf die Reise im Frühjahr verzichtet und wäre stattdessen zum anderen “Termin” mitgegangen. Hätte es dann gereicht? Doch so viele “was wäre wenn”-Fragen werden sich im Leben nicht klären lassen… .
Die letzten Wochen zählen sicherlich politisch betrachtet, ebensowenig zu den positiven Dingen wie der Fahrraddiebstahl mitten im Wahlkampf. Der Magen und seine Anfälligkeiten haben mich dieses Jahr auch wieder begleitet, na immerhin trinke ich wegen diesem “guten Freund” seit ca. einem halben Jahr keinen Tropfen Alkohol.
Bei den diversen Jahresrückblicken jedenfalls hat sich bei mir ein interessantes Phänomen eingestellt: Ich unterscheide bei den verschiedenen Ereignissen in davor und danach…. Dabei meint davor und danach mal das Ereignis X und mal das Ereignis Y. Liegt das am älter werden? Schließlich war das ja früher nicht so.
Wie dem auch sei, 2010 wird bestimmt besser – in jedem Fall anders. Also “vorwärts immer, rückwärts nimmer”
.
Gepostet in: Allgemein Politisches, Auf Reisen ..., Malta, Persönliches |
3 Kommentare
21.Oktober 2009
… die für eine Verbesserung des Öffentlichen Personennahverkehrs, hier insbesondere des Busses sprechen sind richtig. Ich weiß das aus eigener Erfahrung.

[Bus für Touristen, nich für den üblichen Verkehr]
Der Bus ist häufig überfüllt und zum Haltewunsch anzeigen zieht man/frau an einer Leine. Aber -und das kommt hier leider nicht vor- die Alternative ist nicht die Privatisierung, wie sie leider auch in diesem Fall angedacht ist. Die Alternative ist eine verbesserte öffentliche Daseinsvorsorge, sonst passiert es, dass abgelegene Gegenden überhaupt nicht mehr angefahren werden, weil sie sich nicht rechnen. Und dann ärgert sich der/die Tourist/in auch – und zwar mehr als über die heutigen Zustände.
Gepostet in: Malta |
Keine Kommentare
14.Juli 2009
So ist vielleicht am besten der gestrige Tag zusammenzufassen. Auf dem Weg zu meinem ruhigen Strandplätzchen aus dem Jahr 2006 entdeckte ich, dass aus diesem ein Beach Club geworden ist.

Zugang für Studenten/innen kostenlos, aber für die Bevölkerung Maltas eben nicht. Im Beach Club wechselte dann dankenswerter Weise die Musik schnell von Techno zu HipHop, so dass ich verweilen konnte. Ich traute meinen Augen nicht, als ein Schiff der Deutschen Marine vorbeifuhr – FRONTEX ganz praktisch.
Sehr zu empfehlen ist übrigens mein Abendmahl von gestern, ein Maltesischer Salat.

Die Überraschungen gingen weiter: Als Hausaufgabe steht an eine Bewerbung für die nächsten Olympischen Spiele zu schreiben, das Thema hatte ich doch schon hier. Die Unterrichtsstunde bestand darin “normale Sätze” in Sätez umzuwandeln, die ein Dritter spricht – reported speech.
Jetzt aber ab an den Pool, Hausaufgaben machen und relaxen.
Gepostet in: Allgemein Politisches, Empfehlung des Hauses :-), Learning English, Malta |
Keine Kommentare
13.Juli 2009
… wurden geschmiedet. Nach der gestringen Ankunft ging es schon fast traditionell nach Mdina um dort Kuchen zu Essen und die Weltlage zu erörtern, Schwerpunkt diesmal war Fussball.
Doch schon beim Spazierengehen durhc Rabat und später in Valletta wurde weiter am Plan gearbeitet, wie die Olympischen Spiele nach Malta kommen können
.
Der Plan nimmt langsam Form an. Zur Eröffnungsfeier werden die einzelnen Ländern mit Booten von Three Cities nach Valletta gefahren, die Medaillenvergabe erfolgt auf einem großen Platz in Floriana und hinter dem National Stadium kann das Speerwerfen stattfinden. Offen ist lediglich noch, wo Diskuswerfen stattfinden soll. Aber auch dafür findet sich bestimmt eine Lösung.
Heute ging jedoch der Ernst des Lebens los – die ersten Unterrichtsstunden. 
Neue Bücher und eine reine Frauengruppe. Bevor ich mich jetzt aber hier verquatsche, gehe ich dann doch mal mein geliebtes Shandy kaufen und mich danach ans Meer setzen, lernen und schwimmen.
Gepostet in: Learning English, Malta, Sportliches |
Keine Kommentare
12.Juli 2009
… geht es in wenigen Minuten. Eine Woche auf meiner Lieblingsinsel Malta mit Englisch-Kurs steht an.
Ich hoffe ich habe nichts vergessen mitzunehmen, das Wetter wird schön und ich kann den Kleingruppenkurs nutzen um ein wenig mein Englisch zu verbessern.
Und selbstverständlich wird einer meiner ersten Gänge in den Supermarkt sein um mein geliebtes Shandy zu kaufen. Ist eine Art Alster und schmeckt hervorragend. Außerdem bin ich natürlich gespannt, was sich in einem Jahr in Sliema alles verändert hat.
Urlaub mit Lerneffekt, was will frau mehr?
Gepostet in: Learning English, Malta |
Keine Kommentare
11.Juli 2009
… bin ich richtig urlaubsreif. Und wenn ich den Flieger nicht verpasse, sitze ich morgen um diese Zeit schon in Sliema (Malta) und bereite mich auf eine Woche Schulbank drücken vor. Eine Woche Sprachkurs Englisch steht dann an.
Doch heute ging es erst einmal um Fussball.

Mein Team – die Roten Socken- spielte beim Copa San Rafael, dem Tunier des Städtepartnerschaftsvereins Kreuzberg -San Rafael del Sur (Nikaragua). Wir waren auch überraschend gut
und hatten nur zwei Niederlagen zu verzeichnen und zwei Siege, was immerhin -da der Gegner abhanden gekommen war- für einen siebenten Platz ausreichte. Und hätte ich nicht mindestens zwei hundertprozentige Chancen vergeben, wer weiß wo wir dann gelandet wären… Unseren überragenden Torwart hatten wir zwischendurch im übrigen an das Team der Konrad-Adenauer-Stiftung aus Mitte ausgeliehen.
Danach habe ich kurz bei der Demo von Megaspree vorbeigeschaut. 
Das Thema Gentrifizierung ist zu wichtig, als dass man es links liegen lassen kann.
Ausnahmsweise mit dem Motorroller und nicht mit dem Fahrrad unterwegs ging es kurz nach Hause in den Friedrichshain um sich wärmer anzuziehen und noch ein klein wenig die Podiumsdiskussion bei der Jungle Word im Rahmen der Linken Buchtage vorzubereiten.
Der Abend schließlich wurde im Mehringhof verbracht, mit eben jener Podiumsdiskussion. Zunächst ging es ein wenig um die Wendezeit und wie es man die DDR bewerten sollte. Aber da es ja eigentlich um Deutschland gehen sollte, war das dann auch noch Thema. Leider wurde nicht wirklich debattiert, was Deutschland eigentlich ist und ob es nicht eher um eine Staatsform geht. Angerissen wurde das Thema, was denn eine Alternative zum Nationalstaat sein könnte, aber weder wurde ernsthaft über Europa debattiert, noch was Internationalismus heute wirklich heißt. Sind nicht fast alle Antworten der Linken nationalstaatliche? Wo ist die Debatte mit den Genossen/innen in Afrika, Lateinamerika oder Asien? Was bedeutet die Krise für sie und was sind Antworten, die nicht Nord geprägt sind. Und die Aussage, man solle revolutionären Nationalismus nicht verdammen, ist eine, die vielleicht in der Vergangenheit relevant war, als es noch nationale Befreiungsbewegungen gegen Kolonialismus gab. Aber heute? Was soll das heute sein?
Ein ziemlich langer und anstrengender Tag also, der dennoch richtig Spaß gemacht hat.
Gepostet in: Allgemein Politisches, Internationale Politik, Learning English, Malta, Wahlkreis 84 |
Keine Kommentare
2.Juli 2009
Nächsten Sonntag geht es los. Zurück auf die Schulbank und zurück nach Malta, konkret Sliema.
1 woche Sprachkurs und eine Woche Sonne und Meer. 1 Woche Shandy. 1 Woche Blick auf Valletta
und 1 Woche sehen, was sich in einem Jahr alles verändert hat.
Mit jedem Tag wächst die Vorfreude.
Gepostet in: Learning English, Malta |
Keine Kommentare