“Bist du jetzt glücklich?”

glücklich sein: sich wie im Himmel fühlen, sich freuen (Kleines Synonymwörterbuch).

Glücklich sein, bedeutet für jeden etwas anderes. Nein, nach dem Landesparteitag bin ich nicht glücklich. Glücklich sein ist für mich auch keine politische, sondern eine persönliche Kategorie. Glücklich bin ich manchmal wenn ich eine SMS (z.B. in der Zeit zwischen 3.00 Uhr und 4.00 Uhr  Nachts, wenn sie von bestimmten Leuten kommt) erhalte oder einen Anruf oder einfach wegfahren kann :-) .

Bei politischen Entscheidungen gibt es die -natürlich subjektive- Kategorie “richtig” oder “falsch”. Nicht mehr und nicht weniger.

8.47 Uhr, Jakob-Kaiser-Haus

Das vorläufige Ende einer so richtig beschi*** Woche. Während der morgendlichen Zigarrette hält nicht nur -wie immer in den vergangenen Wochen- der Fahrstuhl. Natürlich hat niemand ihn bestellt und will auch niemand aussteigen. Zusätzlich jedoch leuchtetet die Anlage auf, die normalerweise die Abgeordneten daran erinnert, dass gerade eine Abstimmung ansteht. Jedoch leuchtet keine normale Abstimmung auf, sondern eine namentliche Abstimmung. Wenigstens der bekloppte Trötton schallt nicht durch die Flure. Ob es dennoch Abzug von den Diäten der Abgeordneten gibt?

Das Fahrrad, Montag frisch aus der Reparatur geholt, steht mit einem Platten im Keller. Der Kühlschrank ist leer und es ist keine Zeit zum einkaufen. Änderungsanträge an Parteitage können Stress bedeuten und überhaupt: Diese Woche ist einfach Schei***.

 

Zeitgenössischer Tanz

Was darunter zu verstehen ist beschäftigt mich, seit wir das Wahlprogramm im ersten Halbjahr 2006 beschlossen hatten. Dort war nämlich ein langes Kapitel über diese weltbewegende Angelegenheit enthalten. Eine befriedigende Antwort, was das nun eigentlich sei erhielt ich bislang nicht.

Nachdem diese weltbewegende Angelegenheit nun auch im Koalitionsvertrag von Berlin gesichert sein soll unternahm ich einen weiteren Versuch, dieses Phänomen aufzuklären. Vergeblich. Also dachte ich mir, ich versuche es mal hier. Aber auch das war vergeblich. Also googelte ich ein wenig. Und siehe da ich fand tatsächlich so etwas wie eine Erklärung.

Alles klar? Nein, auch gut. Ich habe es nämlich auch nicht verstanden und noch weniger verstehe ich, wie eine Sache, die keiner erklären kann solch riesige Bedeutung bekommen kann. Vermutlich liegt das aber nun wieder an meinem künstlerisch eher minderbemittelten Verstand.

Brandenburg

So heißt das Land in welchem mein Geburtsort und der Wohnort meiner Eltern und meines Bruders liegt. Und da letzterer morgen 30 Jahre alt wird (Herzlichen Glückwunsch) habe ich mich dort für einen Abend niedergelassen – und Essen mitgenommen :-) . Auch wenn ich zugebe, das beste Eis gibt es nur dort. (Ja, ich habe schon wieder in nur 3 Stunden acht Packungen verputzt.)

Damit der Abend vergnüglich wurde erfreute ich zunächst mal meine Mutter. Angefangen mit einem Lied über das Land ohne Prominente  (sorry s., i have it only in german). Vor Lachen kaum noch gerade sitzend legte ich gleich nach und erklärte musikalisch, weshalb ich immer Essen mitnehme, wenn ich zu meinen Eltern fahre.

Der ganze Abend wurde nur noch durch eins getoppt. Beim Umschalten auf “Wetten dass…” zeigte der Fernseher  nicht wirklich gut aussehende Männer. Muskelpakte die ihre Muskeln zu Musik bewegten. Welche es genau war, musste jemand erraten, der wiederum aussah als hätte er in seinem Leben noch nie Sport gemacht. Und der letzte Titel der zu erraten war war jener bei dem bei unseren Partys in der Raucherecke (als sie noch erlaubt waren) mindestens ich die Musik lauter drehte…

Nein, dieses Video wurde nicht in der Raucherecke gedreht. Aber bei uns könnte es so ähnlich aussehen…

Was man nicht so alles in Brandenburg erlebt oder macht um die Sehnsucht zu vergessen…

 

Fahrstuhl

Mitnichten handelt es sich dabei um einen Stuhl mit dem man und frau fahren kann. Wohl aber ist seine eigentliche Bestimmung ohne eine Treppe zu benutzen vom untersten Stockwerk ins oberste zu gelangen oder umgedreht oder zwischendurch auszusteigen.

Der Fahrstuhl direkt um die Ecke (von meinem Büro aus gesehen) soll nun in der Zeit vom 05. November – 24. November repariert werden. Mal abgesehen davon, dass ich nicht glaube, dass ernsthaft mit der Reparatur an einem Sonntag begonnen wird, sollte der Termin vielleicht vorgezogen werden.

Der Fahrstuhl neigt derzeit nämlich dazu, ca. alle halbe Minute anzuhalten, seine Türen zu öffnen, sie wieder zu schließen und (wie bereits gesagt) nach einer halben Minute das gleiche Spiel wieder zu spielen. Niemand steigt ein und niemand aus.

Wenn man oder frau in der Raucher/innenecke sitzt ist das nervig. Und wer weiß, welche Kamera eingebaut ist um zu sehen, wer wie lange in der Raucherecke sitzt. Sachdienliche Hinweise zum Sachverhalt Fahrstuhl nehme ich gern entgegen.

Monatswechsel

Bloß weil wir jetzt November haben, muss es ja nicht gleich regnen und stürmen. Ich protestiere (beim wem auch immer).

Bei diesem Scheißwetter brauche ich mit dem Fahrrad gleich mal 10-15 Minuten länger zur Arbeit und bin danach auch noch naß. Na gut, ich selbst nicht, ich habe ja Sachen die mich schützen, aber die ganzen Sachen tropfen…

Ich fordere Sonne, Temperaturen ab 25 Grad und keinen Wind.

Freitag nachmittag im Bundestag

Die Arbeit ist getan, der Antrag zum Generalstreik behandelt. Zeit selbigen für den Rest des Tages anzutreten.

Also sitze ich gemütlich mit Katja in der Raucherecke. Wir schlürfen unser Shandy. Ja, Katja hat ob ihres Tipps eins abbekommen und es hat ihr geschmeckt. Die Musik haben wir nicht angemacht, uns wurde zugetragen, es gäbe Beschwerden.

Die Zigarreten sind gerade alle, da betritt der uns bekannte Kay W. das Gebäude. Ob des Verlustes der Zigaretten und des fehlenden Nachschubs an Shandy schon leicht aggressiv frage ich: “Wie jetzt erst zur Arbeit kommen?”. Mitten auf der Treppe hält die Mitarbeiterin des Abgeordneten A. inne und dreht sich um: “Wie bitte?”. Wortreich versuche ich zu erklären, dass sie nicht gemeint gewesen ist. Ob es was genützt hat? Keine Ahnung. In jedem Fall dürfte ich dann heute das Fettnäpfchen des Tages mitgenommen haben.

Zeit den Generalstreik auf das Wochenende auszudehnen.

Schnauze voll

Liebe Firma die du mit einem großen S beginnst und mit amsung endest, ich habe genug. Im April habe ich einen teuren MP3-Player von dir gekauft. Gleich werde ich zum dritten Mal innerhalb dieser Zeit zu der Firma laufen die auch mit S anfängt aber mit aturn endet. Immer der gleiche Fehler, an der Kopfhörerbuchse ist ein Wackelkontakt.

Aber was soll ich bitte mit einem MP3-Player, an dem auf Grund des Wackelkontaktes die Kopfhörer nicht funktionieren? Ich sage dir nur eins, wenn ich heute nicht ein neues Gerät bekomme oder das Geld zurück, kann ich für nichts garantieren.

I´m so tired of being here

… wo nicht das politische Projekt zählt, sondern der Einfluss. Wo nicht getane Arbeit zählt, sondern das Protzen. Wo nicht Aufklärung angesagt ist, sondern Wählerstimmenmaximierung um jeden Preis, egal welch dummes Argument dafür in Anspruch genommen wird.

Da wird nicht die Welt verändert. Da wird drei Jahre über den Weg gestritten und wer darf und wer nicht. Am Ende steht dann die Veränderung eines Straßennamens.

Was könnte man nicht alles schönes machen…


Es ist kalt

Nicht nur das ich zum Fahrradfahren mittlerweile Handschuhe benötige. Nein, mehr noch. Fast 16 Jahre Ar*** aufreißen für eine emanzipatorische linke Kraft in Deutschland, die Grund- und Freiheitsrechte nicht gegen soziale Rechte ausspielt, scheinen sich nicht gelohnt zu haben. Am Ende werden wir eine neue “linke” Kraft haben, eine die sich allein auf die soziale Frage konzentriert und vor populistischen, antiaufklärerischen Argumentationssträngen nicht zurückschreckt.

Was die herrschenden Kräfte in 15 Jahren nicht geschafft haben, dass schaffen jetzt “Linke”.

Warum eigentlich soll man oder frau da mitmachen?