Cindy

… sitzt immer, wenn ich mit dem Mittagessen fertig bin und genüßlich in der Rauchercke der Caffeteria bei einer Zigarette meinen Kakao schlürfen will an einem Rauchertisch. Dieser ist immer heftig umkämpft, es gibt halt nicht genügend. Das alles wäre nicht schlimm. Aber Cindy und ihre drei Freunde/innen sitzen EINE Stunde bei Salat und EINER Zigarette von EINER Person an diesem Rauchertisch.

Heute hat es mir gereicht. Ich machte mich unkenntlich (das heißt ich habe meine schmucke Karte abgenommen, auf der mein Name stand) und fragte Cindy und ihren Beschützer, ob sie rauchen würden. Als sie dies verneinten fragte ich sie, ob sie es nicht faierer finden würden, dann im Nichtraucherbereich ihre Salate zu verspeisen. Sie meinten dieser sei voll, aber die Fakten sprachen gegen sie. Also sabbelte ich noch weiter etwas von Fairness den Raucher/innen gegenüber, Cindy wollte nicht gehen, ging dann aber doch.

Die Jungs, die dachten ich mache einen Scherz und würde mir das eh nicht trauen, haben nichts mitbekommen und konnten so den frisch erkämpften Tisch gar nicht erstürmen sondern mussten herbeigerufen werden.

Ob Cindy wirklich Cindy heißt, weiß ich im übrigen nicht. Sie wird nur von uns so genannt.

Das war wohl nichts

… lieber Norddeutscher Rundfunk. Oder: Das was du dir da gestern getraut hast um 20.15 Uhr, also zur besten Krimizeit unter der Rubrik “Polizeiruf 110″ auszustrahlen, war das Schlechteste was ich seit langem in der Rubrik “Polizeiruf” oder “Tatort” gesehen habe.

Das war weder ein Krimi noch ein Thriller. Nicht mal ein gesellschaftskritischer Film oder ein Psycho. Das war einfach nur Schei***. Wenn ich einen Landschaftsfilm sehen will, dann sitze ich nicht Sonntags 20.15 Uhr vor dem Fernseher und schalte die ARD ein.

Einziger Lichtblick: Der gutaussehende Kommissar der aus dem Westen kam :-) .

Und da es keine Beschwerdeinstanz gibt steht meine Kritik jetzt auf meiner Website. Pech gehabt, lieber NDR.

 

Keine Sekte des Jahres

Wie an jedem zweiten Wochenende des Jahres wurden auch in diesem Jahr Liebknecht und Luxemburg geehrt. An diesem Wochenende gibt es dann immer auch ein “Familientreffen”. Das meint, dass man Leute trifft, die man ein ganzes Jahr nicht gesehen hat, aber von denen man weiß, an diesem Tag sieht man sie wieder.

Diesmal war es aber eine besondere Ehrung. Immerhin befindet sich auf dem Friedhof der Sozialisten ein Gedenkstein für die Opfer des Stalinismus. Für einige ein Stein des Anstoßes, für mich ein Grund dort meine Nelke niederzulegen.

Aber der eigentlich Spaß des Tages ging verloren. Dieses Wochenende eignet sich nämlich eigentlich auch dazu, die Sekte des Jahres zu küren. Früher jedenfalls konnte man Unmengen von eng bedrucktem Papier mitnehmen und sich danach köstlich über den Schwachsinn so mancher Sekte amüsieren. Nachdem man alles durchgelesen hatte, bestand die Möglichkeit der Gruppe mit den absurdesten Thesen den Titel Sekte des Jahres zu verleihen. Doch diesmal haben sie sich wohl alle den neoliberalen Sachzwängen :-) gebeugt und gaben ihre Tonnenideologie nur gegen Geld ab. Sie haben sich also der kapitalistischen Verwertungslogik untergeordnet. Ganze zwei Zettel habe ich kostenlos bekommen. Da macht die Auswahl keinen Sinn.

Vor lauter Schreck über dieses Ereignis habe ich mir doch jetzt tatsächlich zum Abendbrot Nudeln gekocht. Nicht verwunderlich? Finde ich schon. Meine letzten Kochversuche (sieht man mal von einem vor knapp zwei Wochen in fremden Landen ab) liegen 10 Jahre zurück.

Ich hoffe, nächstes Jahr gibt es wieder mehr Grund sich zu amüsieren.

Samstagabend

Nach einem zweistündigen Kampf um ein “Nein” für ein “Ja” bleibt -bei diesem Datum und Wochentag- nach einem heißen Bad und den sonstigen zu erledigenden Aufgaben (Englisch lernen, Mails lesen, Wohnung putzen) nur noch, bei einer Flasche Rotwein vor dem Laptop zu sitzen und sich bei Youtube Videos anzusehen.

Da findet man so manche schöne Rarität. Allein http://www.youtube.com/results?search_query=Die+Toten+Hosen&search=Search bietet schon einiges an interessanten Details (bitte komplett durchklicken). Und wenn man weiter googelt gibt es auch noch richtige Überraschungen: http://www.lyricshosting.com/artists/04/die_toten_hosen/f_r_gabi_tu_ich_alles.html 🙂

Nur eines fehlt um den Abend komplett zu machen: “Lügen”. 🙁

Marx ist tot!

Das allein ist keine Neuigkeit, sondern ausnahmsweise mal eine Wahrheit. Und bevor hier politisch korrekte Menschen meinen mich des Antikommunismus überführen zu können, verweise ich darauf, dass ich nicht von den Ideen, der Ideologie oder Philosophie von Marx geschrieben habe.

Die Neuigkeit allerdings ist, dass die wunderbare öffentliche Ess- und Trinkanstalt “da Karlo” in der Karl-Marx-Allee, die schon vom Ambiente her eine Nähe zum toten Klassiker aufwies geschlossen wurde. Zwar war das Bier mit 4 EUR ausgesprochen teuer, dafür aber die Pizza “Imperialista” genauso schmackhaft wie die Pizza “Il Comandante”.

Schade eigentlich, dass sich solch ein Blick- und Magenfang nicht halten kann.

Was ist beim fotografieren für ein biometrisches Passbild eigentlich anders?

Wenn ich meinen Urlaub schon zu Hause verbringe (statt wie geplant an anderer Stelle), kann ich auch gleich all die Dinge erledigen, die auch mal erledigt werden müssen. Dachte ich mir.

Also bin ich heute morgen zum Bürgeramt Friedrichshain in der Frankfurter Alle gegangen um mir einen neuen Reisepass zu besorgen und die Fahrerlaubnis auch endlich umzuschreiben. Letzteres war kein Problem. Aber für das erstere benötigt man ja nun einen biometrisches Passbild.

Rein in den Automaten und darauf gewartet, dass irgendwas besonderes passiert. Passierte aber nicht. Ausser der Aufforderung, gerade zu schauen und nicht zu lächeln (als ob mir danach wäre!) nichts besonderes. Warten. Das Passbild sah so aus wie die Passbilder davor auch, ausser das die Haarfarbe mal wieder anders ist und ich älter geworden bin.

Der Höhepunkt war dann aber die Beantragung selbst. Glücklicherweise musste ich nicht länger als 20 Minuten warten, aber dann erklärte mir eine freundliche Dame vom Amt, sie müsse jetzt erst mal mein Passbild in den Computer einlesen und wenn der Rand rot oder gelb ist, dann könne sie das Bild leider nicht verwenden. Wenn der Rand grün wird, ist alles in Ordnung. Glücklicherweise wurde der Rand grün und ich kann mir in sechs bis acht Wochen meinen Pass abholen (und die neue Fahrerlaubnis). Aber worin nun der Unterschied zwischen einem normalen Fotoautomaten und dem für biometrische Bilder besteht weiß ich immer noch nicht.

Ach so, der ganze Spass -also inklusive Bilder- kostet ungefähr 90 €. Ob mit oder ohne neue Mehrwertsteuer kann ich nicht sagen.

Im alten Jahr…

noch war es. Ich weiß nicht warum, aber alle Berlinerinne und Berliner müssen das gleiche Problem gehabt haben wie ich. Einen leeren Kühlschrank. Jedenfalls waren bei den zwei Supermärkten am Ostbahnhof (sorry, Elke ich weiß das ist ausserhalb der Ladenöffnungszeiten gewesen aber es war ein Notfall und andernfalls wäre ich verhungert!) soviele Menschen, dass zunächst anstehen vor dem Supermarkt angesagt war. Nach fünf Minuten durfte man dann zwar rein, aber wenn man nicht schnell genug war, war auch das kein Vorteil. Restesammeln war angesagt.

Jedenfalls habe ich noch was bekommen und kann so die nächsten zwei Tage überleben.

Ach ja, ins neue Jahr bin ich gekommen. Aber am besten nicht nachfragen wie.

Kleiner Rückblick ins Jahr 2006: Schöne Erinnerungen. Und die Zeit in der ich der glücklichste Mensch der Welt war.

Packen wir 2007 an!