Beeindruckend

… war der gestrige Tag. Leider ist das W-Lan ausgefallen und ich kann keine Bilder posten….

Wir waren zunaechst in einem selbstverwalteten Betrieb, in dem Ventile hergestellt werden. Eigentlich. Gestern fehlten Rohstoffe, so dass sich auf Reparaturarbeiten beschraenkt wurde. Das Problem, so die Leute vor Ort ist, dass Venezuela zwar jede Menge Rohstoffe hat, diese aber eher verkauft werden, als dann hier verarbeitet zu werden. Der Betrieb wird durch einen Betriebsrat (hier synonym fuer Arbeiterrat) geleitet, der gewaehlt wird. Auf einer Vollversammlung werden jaehrlich die Linien festgelegt, so auch die Frage wofuer Geld ausgegeben wird. Mit der Kommune wird versucht in Richtung Muelltrennung etwas zu bewegen.

Danach waren wir in einem Barrio, wo von Anhaengern der PSUV ein Radio betrieben wird – aus einem Haus heraus. Unterstuetzung des Staates fuer solche alternativen Medien gibt es nicht, obwohl allseits beklagt wird, dass die Medien in der Hand der Opposition sind.

Am beeindruckensten allerdings war der Abend. Viel kann man ueber die Mission Robinson lesen. Aber sie zu erleben ist was voellig anderes. Da stehen junge Leute um die 20 Jahre alt in einem  Haus in einem Barrio mit drei Klassenzimmern und bringen meist aelteren Frauen Lesen und Schreiben bei. Dieses Gefuehl kann man gar nicht beschreiben. Und wenn die Frauen erzaehlen, wie schoen es ist, jetzt lesen zu koennen, dann fehlen einem die Worte weil man so ergriffen ist. Man muss es gesehen haben, um es nachvollziehen zu koennen.

Gleich geht es in ein Kinderkrankenhaus und morgen frueh (in Deutschland um die Mittagszeit) nach Quito in Ecuador.

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