I´m so tired of being here

… wo nicht das politische Projekt zählt, sondern der Einfluss. Wo nicht getane Arbeit zählt, sondern das Protzen. Wo nicht Aufklärung angesagt ist, sondern Wählerstimmenmaximierung um jeden Preis, egal welch dummes Argument dafür in Anspruch genommen wird.

Da wird nicht die Welt verändert. Da wird drei Jahre über den Weg gestritten und wer darf und wer nicht. Am Ende steht dann die Veränderung eines Straßennamens.

Was könnte man nicht alles schönes machen…


Es ist kalt

Nicht nur das ich zum Fahrradfahren mittlerweile Handschuhe benötige. Nein, mehr noch. Fast 16 Jahre Ar*** aufreißen für eine emanzipatorische linke Kraft in Deutschland, die Grund- und Freiheitsrechte nicht gegen soziale Rechte ausspielt, scheinen sich nicht gelohnt zu haben. Am Ende werden wir eine neue “linke” Kraft haben, eine die sich allein auf die soziale Frage konzentriert und vor populistischen, antiaufklärerischen Argumentationssträngen nicht zurückschreckt.

Was die herrschenden Kräfte in 15 Jahren nicht geschafft haben, dass schaffen jetzt “Linke”.

Warum eigentlich soll man oder frau da mitmachen?

Die beste Entscheidung

… seit langem, war die Entscheidung hierher nach Malta zum Englisch lernen zu fliegen. Am Sonntag steht die Heimreise an und ich habe ueberhaupt keine Lust. “No sun, no sea, no shandy in berlin”. Wenn ich nicht irgendwie Geld verdienen muesste, wuerde ich einfach hier bleiben. Englisch lernen, die Sonne und das Meer geniessen und Abends nach dem Spaziergang an der Promenade von Sliema mein Shandy trinken.

Es war jedenfalls eine geile Zeit und ich habe mich richtig wohl gefuehlt.

Ich protestiere

Die Sparkasse, heftig in der Debatte ob eines angekündigten EU-Vertragsverletzungsverfahrens gegen Deutschland und als Bestandteil der Berliner Bankgesellschaft, die zum Verkauf steht, konnte sich bis eben meiner Solidarität gewiss sein.

Nun allerdings muss ich den Spagat zwischen Solidarität und Protest hinbekommen. Direkt auf dem Weg vom Arbeitsplatz zur Kantine befand sich eine solche Sparkassenfiliale. Es war also möglich kurz vor oder nach dem Speisen Geld vom Konto abzuheben (so welches drauf war), Kontoauszüge zu holen oder Überweisungen zu tätigen. Da war ich richtig glücklich bei der Sparkasse zu sein.

Als nun aber heute mein Portmonaise leer war, wollte ich dieses wieder füllen. Nur da war die Filiale der Sparkasse weg. Was soll das? Nennt ihr das Kundenfreundlichkeit? Der Vorteil war doch gerade, dass in den meisten Fällen eine Sparkassenfiliale vorhanden war, in der akut auftretende Probleme gelöst werden konnten. Wollt ihr wirklich diesen Wettbewerbsvorteil aufgeben?

Liebe Sparkassenverantwortliche, wenn ihr schon die Filialen abbaut, dann solltet ihr zur Wiedergutmachung wenigstens den Kontoführungspreis von 13 € mindern. Sonst kann es sein, dass ich nicht nur mein Konto woanders führe, sondern auch, dass ihr nicht mehr meine Solidarität habt. Den Protest habt ihr jetzt schon.

Was für ein Stress!

Aus dem Wahlkampfurlaub zurück, sind nicht nur Stapel von Papier zu bearbeiten sondern gleich noch lauter Änderungen auf Grund eines neuen “Spielzeuges” vorzunehmen.

Um so richtig mitreden zu können habe ich mir ein neues Handy zugelegt. Dieses kann aber nicht nur telefonieren, sondern kann vor allem Mails empfangen (wenn ich es denn irgendwann geschafft habe, das einzurichten) und meinen Kalender hüten. Der ist dann sogar mit dem Laptop kompatibel.

Einziger Nachteil: Handy-Nummer musste geändert werden und die E-Mailadresse auch. Das zu erledigen und dann noch Gott (na gute, den nicht) und die Welt zu informieren bedeutet wirklich Stress. Aber schick ist es trotzdem.

Urlaub!

Endlich ist es so weit, 14 Tage Urlaub.

Doch das bedeutet auch 14 Tage Wahlkampf. Und so begann der Urlaub um 6.00 Uhr in der früh mit Pappen hängen. Ich sage nur: Elke und ihr Kampf gegen die Nazis. “Berlin gegen Nazis” und das Wahlplakat “Stopp” der Linkspartei.PDS wurde auf der Strecke gehängt, auf der heute die Nazis marschieren wollen. Gleich geht es los zur Gegenkundgebung.

Die Elke schickte also vor einigen Tagen eine Mail, sie bräuchte Leute, die mit ihr Plakate hängen würden. Um 6.00 Uhr. Ich dachte zuerst sie meinte 18.00 Uhr, aber nein die Elke ist unterschütterlich. Früh um 6.00 Uhr an einem Samstag, das bekommt wirklich nur Elke fertig. Zwei Trupps hat sie zusammenbekommen. Mit dabei in meinem Trupp der Bürogenosse Zilli und die Bonner Jungs Micha und Jonas.

Ich bin mir sicher: Weitere 14 Tage in diesem Rythmus und ich komm richtig “erholt” aus dem Urlaub zurück. Aber vielleicht lass ich mich auch danach einfach ablichten, überreiche das Bild dem Spinner Steinbrück und frage ihn, ob er wirklich will, dass die Menschen in Deutschland so rumlaufen. Soweit würde es nämlich kommen, wenn sich sein aktuellster Vorschlag -die Deutschen sollen doch auf Urlaub verzichten- durchsetzt. Auch deswegen: Wahlkampf!

Doch Apfelschorle?

Ich hätte auch schreiben können, dass die Katja hier Kommentare abgibt, die der Wahrheit nicht entsprechen.

Sitze ich doch heute mit meiner Freundin Kristína im “Miro” und weil ich es von der Arbeit nicht nach Hause geschafft habe, habe ich mein Fahrrad dabei. Um dieses und mich sicher nach Hause zu bringen (aus Schaden wird frau klug oder ich bin ja lernfähig), will ich nach dem zweiten Bier das berühmte Erdinger Alkoholfrei bestellen. Die mich tief erschütternde Antwort des Personals lautet allerdings: Das haben wir hier nicht.

Was tun? Notgedrungen nehme ich mit Warsteiner Alkoholfrei vorlieb und stelle fest, an Erdinger Alkoholfrei reicht es bei weitem nicht ran.

Aber: ich bin sicher und wohlbehütet mit dem Fahrrad nach Hause gekommen. Das ist doch auch was.

Gute Nacht!

Das neue Lieblingsgetränk…

… macht ja wirklich richtig fit. Da haben heute der nette Herr Seibert und Herr Meskesos eigentlich einen “Filmguck-Abend” organisiert und ich sage nach dem Fitnessstudio wegen geschlaucht sein ab. Hole mir noch ein Erdinger Alkoholfrei und radel schön nach Hause.

Ja, ihr netten Ordnungshüter, die ihr heute um das Frankfurter Tor die Fahrradfahrer kontrolliert habt, ich hatte Licht dabei.

Zu Hause angekommen gibt es ein schönes Erdinger Alkoholfrei. Eigentlich wollte ich das nur schnell austrinken, den Abwasch erledigen und ins Bett. Jetzt ist das Erdinger leer, der Abwasch erledigt und ich so munter, dass ich schnell noch gucken wollte, ob die Seite noch steht oder sich schon wieder selbständig gemacht hat.

Ich hoffe wenigstens, die Herren hatten einen netten Abend und beim nächsten Mal weiß ich bescheid, was ich tue wenn ich völlig fertig aus der Muckie-Bude komme.