Frauentag

Der Frauentag ist eigentlich ein Tag wie jeder andere. Sieht frau einmal davon ab, dass sie Glückwünsche für eine nicht von ihr zu verantwortende Leistung erhält, der eine oder andere Blumen vorbeibringt und freundlich lächelt. (Es gibt aber auch Blumensträusse über die frau sich wirklich freut, zum Beispiel die von WG-Mitbewohnern 🙂 ) Hey Jungs, wie wäre es, wenn ihr einfach jeden Tag zum Frauentag macht. Ihr müsst jetzt nicht jeden Tag mit Glückwünschen kommen, ihr sollt auch nicht täglich Blumen vorbeibringen, mir wäre schon geholfen wenn ihr kapieren würdet, dass wir Frauen die gleichen Rechte und Ansprüche haben wie ihr. Gleicher Lohn für gleichwertige Arbeit, gleichen Anspruch auf soziale Absicherung, gleichen Anspruch auf Führungspositionen (auch in der Wirtschaft), gleichen Anteil an der Hausarbeit … .

Frauentag ist aber auch Kampftag. Doch bevor es in den Kampf ging, dankte ich den Mitarbeiterinnen der Fraktion DIE LINKE in einer kurzen Ansprache für ihre Arbeit. (Gerüchten zufolge wurde mein Hinweis darauf, dass für längere Ansprachen die Männer zuständig sind später untermauert). Ohne die Mitarbeiterinnen (und Mitarbeiter) wären die Abgeordneten häufig nackig. Sie schleppen einen großteil der Arbeit weg und sind eine tragende Säule der Arbeit der Fraktion. Dafür sollte ihnen eigentlich nicht nur am Frauentag gedankt werden.

Gekämpft werden muss auch wieder um ein alternatives Wohnprojekt. In der Bödikerstraße 9 soll am 16.03. 2010 um 9.00 Uhr ein Raum im Erdgeschoß an den Eigentümer übergeben werden. Zwangsvollstreckung heißt das im juristischen Fachjargon. Findet diese Eigentumsübergabe tatsächlich statt ist wieder ein alternatives Wohnprojekt gescheitert. Die Bewohner/innen verbleiben zwar in ihren Wohnungen, aber der Raum für Veranstaltungen, Nachbarschaftsküche, Kino-Abende usw. wäre weg und damit ein wesentlicher Bestandteil des Wohnprojektes. Mit den Bewohner/innen habe ich über die aktuelle Lage gesprochen und werde nun versuchen den Eigentümer, die Hausverwaltung und die Gerichtsvollzieherin davon zu überzeugen, dass verhandeln besser als räumen ist. Ob dies erfolgreich ist, werden wir sehen.

Der Abend war dann dem Fussball gewidmet. Bei Hansa 07 -wohin ich meine „Diätenerhöhung“ von Februar gespendet habe- kickte ich mit der E-Jugend und blamierte mich prächtig. Ich verschoß nämlich einen Elfer. 🙁  Kein Wunder, direkt auf den Torwart geschossen, das kann nicht gut gehen. Spass hat es dennoch gemacht und so freue ich mich auf nächsten Dienstag, wo ich endlich wieder zum Training des SV Rote Socken gehen kann.

Abwehr

Morgen wird das leider nichts,  denn ich Depp habe meine Bürgersprechstundentermine im Bürgerbüro auf Dienstags 17.00 Uhr gelegt und kann damit nicht zum Training.Bürgersprechstunde geht aber vor und Dummheit muss bestraft werden.

Mein Büro werde ich erst am Freitag wieder sehen, weil ich morgen sowohl im Roten Laden als auch im Bürgerbüro am Mehringplatz Bürger/innen-Sprechstunde habe und am Mittwoch und Donnerstag im Land der Frühaufsteher bei meinem Kollegen Jan Korte versuchen will Hartz IV-Betroffenen konkret zu helfen.

2 Gedanken zu „Frauentag“

  1. e-jugend? das sind dann wohl die zehn- und elfjährigen. meines erachtens darf man schon ab 35 in einer altersklasse mitspielen, die sich „alte herren“ nennt. 😉

    frauentag gleich kampftag? klingt so, als wollte hier jemand in einen krieg ziehen. 😉 alice schwarzer plädierte übrigens heute für die abschaffung des frauentages. und die ard „verkaufte“ vorhin clara zetkin fälschlicherweise als sozialdemokratin denn als sozialistin – sauerei!

    gleicher anspruch für frauen auf führungspositionen? laut richling will aber nur eine minderheit der frauen überhaupt voll berufstätig sein: http://www.youtube.com/watch?v=ShQHmNrD_dk . es sollen also über die quote zusätzlich doppelt so viele frauen in chefsessel reingedrückt werden, die eigentlich nur putzen wollten.

    ja, herrlich… gerade eben wieder das übliche muntere ddr-bashing bei report münchen in der ard… und prompt darf wieder „unser“ selbsternannte saubermann und oberste stasi-sittenwächter hubertus knabe zu wort kommen. o mann, es ist immer dieselbe miese kleine nachtret-kampagne, die alle drei, vier monate gegen einen seit 20 jahren am boden liegenden gegner gefahren wird, nur um das jetzige system zu legitimieren bzw. von dessen problemen abzulenken. das ist echt feige und opportunistisch. zumal knabe seit jahren offensichtlich kein anderes „thema“ hat, mit dem er sich in der öffentlichkeit profilieren bzw. der kanzlerin in den arsch kriechen kann.

  2. tja,halina,vielleicht stammen die erwähnten glückwünsche von den männern ja von parteigenossen,die genauso wie du einen auf politisch korrekt machen.:)

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