Man muss nicht lesen könnnen

… um gequirlte Scheiße zu schreiben. In nun schon fast zweijähriger eher schlechter Tradition hat die SL erneut ein Papier geschrieben, welches von Unterstellungen und Verdrehungen nur so trieft. Diesmal nutzt die SL das Papier “Die Sache ist noch nicht vom Tisch” für ihr Pamphlet Papier.

Eigentlich hat Jonas Bens hier alles dazu gesagt, aber ein paar kurze Bemerkungen kann ich mir dann doch nicht verkneifen:

“Das fds nutzt die Wegner-Auseinandersetzungen für einen inhaltlichen Vorstoß mit dem Ziel, die Koordinaten der Partei nach rechts zu verschieben.” Aha. Gut, dass das mal jemand entlarvt. Also wirklich, so geht das nicht. Ihr wisst zwar auch nicht, was eine Verschiebung nach rechts ist und schon gar nicht findet ihr sie im Text, aber es reicht schon das zu behaupten, es werden schon genügend Leute den Unsinn glauben.

“… ihre emanzipatorische linke Partei ist eher eine linke Bürgerrechtspartei, gestützt auf Teile der Mittelschichten. Ihr politisches Ziel ist ein „Mitte-Links-Projekt“, für das sich nach Katina Schubert SPD, Linke und Grüne auf einander zu bewegen müssen. Es geht ihnen keineswegs nur um Geschichte, sondern um heutiges politisches Handeln, konkret um möglichst schnelle Beteiligungen an Regierungsprojekten im Westen und im Bund.” Aber Genossen/innen, woher nehmt ihr das denn? Wo in dem Papier steht was von Regierungsbeteiligung? Könnt ihr nicht lesen oder wollt ihr nicht? Es geht um die Geschichtsdebatte, nicht mehr und nicht weniger. Was ist an einer linken Bürgerrechtspartei so schlimm? Und wieso sollten wir so bescheuert sein und Regierungsbeteiligung in Bund und Westen fordern? Mit welchem Personal denn bitte? Euch kann man ja dafür nicht nehmen ;-) .

“Die Sozialistische Linke vertritt eine andere Position: Zentral sind die sozialen Interessen der abhängig Beschäftigten und der sozial Benachteiligten und die Verbindung zu Gewerkschaften und außerparlamentarischen Bewegungen.” Wieso eine “andere Position”? Meint ihr die Autoren sehen das anders? Welchen Pappkameraden baut ihr auf? Kann es nicht vielleicht sein, dass authentisch und erfolgreich genau diese Position nur vertreten werden kann, wenn man Bürgerrechte verteidigt und sich der eigenen Geschichte stellt?

“Wir wollen das Prinzip der offenen Listen fortführen und damit die Offenheit der Linken gegenüber sozialen Bewegungen und Gewerkschaften dokumentieren.” Um das zu erklären braucht ihre eine Erklärung, in der es nicht mal um offene Listen geht? Kein Wort davon, dass es diese nicht mehr geben soll. Der Text beschäftigt sich mit etwas ganz anderem. Wie wenig Selbstbewusstsein habt ihr eigentlich Genossen/innen, dass ihr euch an Texten anderer mit Unterstellungen abarbeitet, statt eigene Positionen zu formulieren?

“Einige der Mitglieder des fds scheinen aber reinen Tisch machen zu wollen, fordern, im Gleichklang mit der bürgerlichen Presse, personelle Konsequenzen.” Da muss ich wohl was überlesen haben? Oder ist das mit Geheimtinte geschrieben? Zeigt mir die Stelle, wenn ich euch nicht der bewussten Verfälschung von Texten bezichtigen soll.

“Im Mittelpunkt der politischen Arbeit der LINKEN muss die Mobilisierung gegen die Kräfte des großen Kapitals und des Neoliberalismus stehen, nicht gegen Andersdenkende in der eigenen Partei.” Euer Wort in Euer Gehör! Oder sollte ich lieber sagen, wer Wasser predigt, sollte nicht Wein trinken. Aber vielleicht ist das ja eine Aufforderung an euch selbst, euch zu ändern…. Die Hoffnung stirbt bekanntlich zuletzt.

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