Neujahrsansprache und Kultur in der Partei

Am gestrigen Tag habe die schöne Stadt Hannover besucht um dort beim Neujahrsempfang der Rats- und Regionsfraktion eine Neujahrsansprache zu halten.

Rede Neujahrsempfang Hannover

Was mir bei der Einladung allerdings vorenthalten wurde, war der Hinweis das am gleichen Tag der Mailand gegen Hannover 96 spielt. Hätte ich gewusst, dass David Backham Fussball spielt, wäre meine Wahl des Veranstaltungsortes vielleicht anders ausgefallen…

Das es ganau auch anders geht als von mir in der Neujahrsansprache angedeutet und gewünscht (Gemeinsamkeiten in den Mittelpunkt zu stellen, nicht die Gegensätze), zeigt dieser offene Brief, der sofort den Weg zur Zeitung junge welt fand, bevor auch nur der Versuch unternommen wurde, eine Diskussion in der Partei mit Klaus zu führen.

Aber nun ja, wo die Denunziation um sich greift, ist kein Platz mehr für die Debatte. Schade. Da wird so getan, als hätte sich Klaus mit dem Demoaufruf solidarisiert, was nachweislich falsch ist. Vermutlich haben sich die Autorinnen auf die Lektüre in der jungen welt beschränkt und die Rede in Gänze nicht gelesen. Dabei hätte schon gereicht die ersten zwei Sätze zu lesen um zu wissen, dass die Unterstellung er hätte dem Demoaufruf nicht widersprochen falsch ist. Aber was interessieren Fakten, wenn man eine Ideologie hat.  Und so interessiert die Autoren/innen auch nicht, dass sie wenig später selbst darauf verweisen, dass Klaus den Demoaufruf nicht teilt.

Aber die Keule einen Konsens aufgekündigt zu haben, die kommt ja immer gut an. Nur wenn sie gegen einen selbst geschwungen wird, dann wird aufgeschrien und vermutlich der nächste offene Brief formuliet.  Es wird zwar nicht erklärt, weshalb Klaus den Konsens aufgekündigt haben soll, das Krieg nicht als Mittel der Politik zu akzeptieren ist – weil aus seiner Rede ist das nicht erkennbar – aber das interessiert ja auch nicht wirklich. Weil – ich sehe es schon vor mir – bei nächster Gelegenheit selbstverständlich die Autoren/innen erklären werden, dass es auch gerechte Kriege gibt, wenn sie eben nicht imperialistische Kriege sind.

6 Gedanken zu „Neujahrsansprache und Kultur in der Partei“

  1. „Backham“ mag zwar Hinterschinken heißen, der Fußballer heißt aber „Beckham“, wenn ich mich nicht irre.

  2. Naja, is nich so schön mit der Wahrheit, aber eigentlich erübrigt sich jeder Kommentar, wenn jemand, dem nachgewiesen wird, wie man „Beckham“ schreibt, auch noch drauf besteht, Recht zu haben und sich auf eine deutsche Seite bezieht, die Rechtschreibfehler zur Qualität umdefinieren. Trotzdem: Auf google schreibt man 50 Mio Mal „Beckham“ und 200000 Mal „Backham“, womit bewiesen wäre, dass Frau Wawzyniak nicht recherchieren kann. Und anscheinend auch nicht BILD lesen, denn da schreiben die den Beckham immer richtig. Nichts für ungut…

  3. by the way, auch unter deinem link findet man keine Backhams, aber wenn man bei wordpress Beckham eingibt, dann gleich 295… Aber wer nicht lernen will, muss sich schämen…

  4. @Bescheider

    Richtig ist: Der Typ heißt natürlich Beckham( oder Becks für den geneigten Liebhaber der Bananenflanke).
    Jedoch:
    1. Vl. findet ja die Halina, daß der Typ einen ganz wunderbaren (Hinter-)Schinken mit sich rumträgt.
    2. Ist es irgendwie erbärmlich, einen Post zum o.g. Problem mit so einer Sülze zu bekleckern.
    Mein Tipp zum Bescheider: Entweder verliebtes Beckham-Groupie oder aber Volkhochschulgestähltes Rhetorikmonster mit ner Phobie vor ausgewogenen roten Positionen zu Nahost.Mhh…

  5. Es ist nicht die Aufgabe von Roten, „ausgewogene“ Positionen zu haben oder zu vertreten. Denn, frei nach Sartre: Es ist ein besonders heißer Platz in der Hölle für diejenigen reserviert, die in Zeiten des Notstands ihr Neutralität bewahren, Oder auch frei nach Tutu: Those who remain neutral in times of injustice are standing on the side of the oppressors. Also wohl eher „volkshochschulgestähltes Rhetorikmonster“.

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