Die Rückkehr des doch-nicht-geklauten Fahrrades

Der 7. März diesen Jahres war wirklich kein schöner Tag. Als ich mich auf den Weg zum Basistag der LINKEN in Friedrichshain-Kreuzberg machen wollte, musste ich feststellen das mein Fahrrad geklaut worden war. Ich hatte es vor dem Bürogebäude Unter den Linden 50 abgestellt, aber es war nicht mehr da.

Nach dem Frust, den dieses Fahrrad habe ich besonders gern gehabt, begann die Rennerei. Mittlerweile kann man zum Glück bei der Online-Wache der Polizei Strafanzeige erstatten, aber die Rennerei wegen der Versicherung bleibt. Die Versicherung überwies Geld und ich konnte ein neues Fahrrad kaufen.

Ca. vor einer Woche rief dann die Polizei an, sie habe mein Fahrrad gefunden. Es sei in der Mittelstraße aufgefunden worden. Das war schon etwas komisch, denn die Mittelstraße ist genau am anderen Ende vom Bürogebäude und genau selbiges hatte ich auf der Suche nach meinem Fahrrad mindestens einmal umlaufen.

Nun ging die Rennerei wieder los. Telefonate mit der Versicherung und den Kalender frei räumen um das alte Fahrrad wieder zu holen. Dabei musste noch geklärt werden, ob das alte Fahrrad eigentlich noch angeschlossen war. War es natürlich und ich hatte selbstverständlich den Schlüssel für das Schloss nicht mehr. Warum auch. Auch mit der Versicherung musste telefoniert werden, wie denn nun die Rückabwicklung mit dem Geld läuft.

Heute morgen dann war ich bei der Polizei und habe nun das Fahrrad wieder. Mit der Versicherung bin ich mir einig geworden, ein neues Schloss habe ich auch. Was mich aber immer noch nicht wirklich beruhigt ist die Tatsache, dass das Fahrrad in der Mittelstraße 43 gefunden wurde, neben einem anderen abgeschlossenen Fahrrad. Das ist nicht mehr der hintere Teil des Bürogebäudes, sondern dazu muss man noch eine Straße überqueren. Jetzt frage ich mich natürlich, wer schleppt ein angeschlossenes Fahrrad einmal um die Ecke um es dann im Hinterhof stehen zu lassen?