Liebknecht-Luxemburg

…wird traditionell am ersten Januarwochende gedacht. Man/Frau geht zur Gedenkstätte der Sozialisten und legt Nelken an ihrem Grab nieder.

Seid 3 oder 4 Jahren gibt es vor dem Friedhof einen Stein für die Opfer des Stalinismus, für manche auch Stein des Anstoßes. Ich lege dort auch jedes Jahr eine Nelke nieder. Ich gedenke damit der vielen Kommunisten/innen und Sozialisten/innen die Stalins Opfer wurden. Ein Sozialismus der sich auf Stalin bezieht ist in meinen Augen kein Sozialismus.

Es ist immer wieder erschütternd, was sich an diesem Stein abspielt. Diesmal war es eine Gruppe von Jungs, vielleicht Mitte Zwanzig die bar jeder Geschichtskenntnis die Nelken versuchten zu zertreten, sich mit „Viva Stalin“ an den Stein stellten, erklärten in den Gulags seien keine Kommunisten umgekommen und meinten mir erklären zu müssen, dass wer sich von Stalin distanziert nur zu feige sei „Viva Hitler“ zu sagen. Welche Absurdität. Tut mir leid, aber solche Menschen sind für mich weder Kommunisten/innen, noch Sozialisten/innen noch Linke. Sie haben nichts aus der Geschichte gelernt und ermuntern mich nur, auch nächstes Jahr am Stein für die Opfer des Stalinismus eine Nelke niederzulegen.