Blackout

… von Marc Elsberg ist ein packender Krimi, in dem die Stromversorgung Europas (und später der USA) zusammenbricht. Eine kurze Inhaltsangabe findet mensch hier .

Bücher rezensieren können andere wesentlich besser als ich, weswegen ich einfach mal auf diese und diese Rezension verweise und anmerke, nichts davon ersetzt das eigene Lesen und Meinung bilden.

Das Buch verbindet Netzpolitik und Energiepolitik (kritische Betrachtung) auf der einen Seite und Innenpolitik (weniger kritische Betrachtung) auf der anderen Seite. Das Buch nach political correctness zu bewerten würde den Spaß am Lesen zerstören (natürlich müssen die Angreifer/innen Anarchisten/innen sein :-(),weswegen ich das mal beiseite lasse :-).

In meinen Augen macht das Buch aus, dass es in -wie ich finde- realistischer Weise beschreibt, was passiert, wenn der Strom eben nicht mehr aus der Steckdose kommt. Es zeigt auf, wie abhängig wir von technischen Hilfsmitteln sind (ich weiß wovon ich rede ;-)) und was alles ohne Strom nicht mehr funktioniert. Quasi das ganze Leben kommt zum erliegen. Kein Telefon, kein warmes Wasser, Lebensmittelknappheit, hygienische Probleme, Versorgung von Kranken, Personenbeförderung und und und – nichts funktioniert mehr.

Die Suche nach den Verantwortlichen, die Frage ob irgendwann alles wieder funktionieren wird, das macht das Buch spannend. Besonders spannend ist es allerdings, wenn einem selbst das Smartphone abschmiert, während das Buch gelesen wird ;-).

Eine dann doch politische Bemerkung zum Schluss: Wer immer noch glaubt, es müsse den Menschen nur schlecht genug gehen, dann klappt das auch mit der Revolution, der soll dieses Buch ganz aufmerksam lesen. Ich jedenfalls bin mehr denn je davon überzeugt, die Verelendungstheorie ist kein Weg zur Veränderung der Gesellschaft.