Gern wird der Begriff des Kampagnenjournalismus in den Mund genommen. Dann werden Journalisten/innen für -in den Augen des/der Sendenden- falsche oder verkürzte Botschaften verantwortlich gemacht. Meistens ist der Vorwurf gegenüber den Journalisten/innen unberechtigt.

Doch am heutigen Tag wurde gezeigt, es geht auch anders. Leider.  Natürlich nicht von allen Zeitungen, aber eben doch von einigen.  Spiegel Online meldete „Union rückt von Vorratsdatenspeicherung ab„.  Diese Aussage wurde von der Zeitung „Die Welt“ übernommen.  „Die Zeit“ und die Berliner Zeitung hingegen formulierten in meinen Augen korrekt, dass es sich um einen Etikettenschwindel bzw. lediglich eine Umbenennung handelt.

Was ist eigentlich Vorratsdatenspeicherung? Weil es so schön ist, verweise ich mal auf die wikipedia. Ganz kurz zusammengefasst: Personenbezogene Daten werden gespeichert, obwohl sie nicht benötigt werden. Sie werden allein deshalb gespeichert, weil es möglich sein könnte, dass sie einmal benötigt werden könnten. Zugespitzter formuliert: Staatliche Stellen sammeln das Kommunikationsverhalten ihrer Bürger/innen ein, ohne das…