der/die Berliner/in in einem Teil meiner Straße Montag gegen 20.00 Uhr? Die wenigsten sind zu Hause. Dennoch hat es nur ca. 45 Minuten gedauert, bis die Bürger/innen-Briefe zum bevorstehenden Volksentscheid zum Flugbetrieb in Tempelhof verteilt waren . Damit hoffentlich meine Straße beim “Nein” ein dickes fettes Kreuz macht.

Vielleicht waren meine Mitbürger/innen aber auch einfach nur auf einer Party. Jetzt, wo es rechtskräftig ist, dass die Rudi-Dutschke-Straße kommt besteht ja auch jede Menge Anlass für eine Party.

… bewege ich mich. In meinem Hausflur. Da ist das Licht ausgefallen und so muss ich mich wie eine alte Oma am Geländer entlang tasten um auf die Straße zu kommen. 

Dort tappen aber auch einige im Dunkeln. Beim Infostand zum Volksentscheid am 27. April zum Flugbetrieb in Tempelhof (bitte mit NEIN stimmen) begegnete mir ein älterer Herr der meinte: Ich bin Urberliner. Ich bin dafür, dass der Flughafen offen bleibt. Auf meine Frage:  Warum denn? Steht der Russe vor der Tür? Entgegnete der ältere Herr: Noch nicht, aber wenn die LINKE so weiter macht, dann vielleicht bald.

Ich kann den Herren beruhigen, wenn die LINKE so weiter macht, steht nicht der Russe vor der Tür, aber die Welt -zumindest Deutschland- könnte ein wenig gerechter werden. Das wäre doch was, oder?