Meine ganz speziellen Freunde

Auf meine ganz speziellen Freunde ist Verlass! Sie penetrieren Ihre Vorurteile ohne Einwände zur Kenntnis zu nehmen. Auf eines ihrer “hervorragenden” Papiere hatte ich den Autoren/innen ja geantwortet. Ohne allerdings eine Antwort zu erhalten :-( .

Wozu auch, wenn nur das Vorurteil stimmt, dann ist ja die Welt in Ordnung. :-( . Und so wird der alte Unsinn der wesentliche Inhalt des Papieres in einem weiteren Papier noch einmal vorgetragen. Nichts hören, nichts sehen aber was sagen. Egal ob es stimmt.

Da ich mich ja nicht wiederholen will ;-) möchte ich nur auf einen ”Glanzpunkt” des Papieres eingehen. Dieser liegt -wie nicht anders zu vermuten- im Punkt 2, wo mit den anderen Strömungen abgerechnet die Auseinandersetzung gesucht wird.

Fälschlicherweise wird wiederholt, dass das Forum “Demokratischer Sozialismus” einseitig auf parlamentarische Arbeit und Regierungsbeteiligung setzt, die Ablehnung von Militäreinsätze der Bundeswehr in Frage stellt und weitere Schandtaten beabsichtigt. Das alles natürlich ohne irgendeinen Beleg. Methode? Vermutlich, denn ein Beleg würde sich nicht finden. Doch darüber kann ich eigentlich nur lachen, denn mittlerweile weiß man ja, mit welchen Mitteln und Methoden gearbeitet wird.

Die Hutschnur geht mir allerdings hoch, wenn ich lese: Diese Strömung der fast ausschließlich aus der ehemaligen PDS kommenden Realos der LINKEN verfolgt eine Perspektive der Profilierung der LINKEN eher als `linke Bürgerrechtspartei` denn primär als Partei der sozialen Gerechtigkeit. Ihre Zielgruppe sind eher kritische und moderne Mittelschichtangehörige als die sozial Ausgegrenzten und die Masse der abhängig Beschäftigten.”

Ich bin ja noch bereit darüber hinwegzusehen, dass auch hier unsauber argumentiert wird. Ärgerlich macht mich die vertretene Position. Würde jemand nach dem tatsächlichen Inhaltlichen Konflikt zwischen dieser Strömung und mir fragen, hier hätte er ihn. Selbstverständlich will ich DIE LINKE als “linke Bürgerrechtspartei profilieren. Aber eben gerade nicht im Gegensatz zur sozialen Gerechtigkeit. Für mich gibt es kein primär soziale Gerechtigkeit und sekundär Bürgerrechte. Es gibt für mich nur primär soziale Gerechtigkeit und Bürgerrechte.

Ein Politikverständnis, welches davon ausgeht, das Bürgerrechte vertreten heißt, sich an kritische und moderne Bürgerschichtsangehörige zu wenden, nicht aber an sozial ausgegrenzte und abhängig Beschäftigte ist antiquiert. Wer soetwas ernsthaft vertritt, sollte vielleicht zur Sozialdemokratie gehen, sich aber auf keinen Fall das Etikett “links” anheften.

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