Auf Kultur gemacht!

Der Vorteil einer Geburtstagsfeier sind die Geschenke. Besonders schön sind Geschenke von Geschenkekollektiven. Ein solches führte dazu, dass ich den heutigen Abend mit Katina und Elke im Admiralspalast. bei der Dreigroschenoper von Brecht verbrachte. In der Rolle des Mackie Messer: Campino.

Über den Inhalt der Dreigroschenoper schreibe ich jetzt nichts. Erstens gehört das wohl zu einer guten Allgemeinbildung und zweitens ist selbiger hier sehr schön kurz und knapp dargestellt.

Den Geschenkekollektivteilnehmerinnen ein herzliches Dankeschön. Eine überragende Katrin Sass und ein guter Campino, dazu eine großartige Inszenierung nicht nur aber vor allem am Ende brachten dem Publikum sogar eine gesungene Zugabe. Wo sonst gibt es das?

Besonders pikant (wir befinden uns im Wahlkampf!) die Rolle der Tochter des Sheriffs, die auf den Vornamen Lucy hört. Und -welche Weitsicht- tatsächlich fiel während des Geschehens auf der Bühne auch die Wendung ”faule Gurke”. Die heftigsten Lacher hatte dann aber doch Campino auf seiner Seite, als er nach einer Beschimfpungsarie seiner “Schwiegermutter” erklärte, diese könne gar nicht seine Schwiegermutter sein, weil so würde sie vielleicht mit einer Toten Hose umgehen, nicht aber mit ihm als Schwiegersohn.

Eins muss noch festgehalten werden: Der Admiralspalast ist überhaupt nicht Parteitagsgeeignet.

Doch Apfelschorle?

Ich hätte auch schreiben können, dass die Katja hier Kommentare abgibt, die der Wahrheit nicht entsprechen.

Sitze ich doch heute mit meiner Freundin Kristína im “Miro” und weil ich es von der Arbeit nicht nach Hause geschafft habe, habe ich mein Fahrrad dabei. Um dieses und mich sicher nach Hause zu bringen (aus Schaden wird frau klug oder ich bin ja lernfähig), will ich nach dem zweiten Bier das berühmte Erdinger Alkoholfrei bestellen. Die mich tief erschütternde Antwort des Personals lautet allerdings: Das haben wir hier nicht.

Was tun? Notgedrungen nehme ich mit Warsteiner Alkoholfrei vorlieb und stelle fest, an Erdinger Alkoholfrei reicht es bei weitem nicht ran.

Aber: ich bin sicher und wohlbehütet mit dem Fahrrad nach Hause gekommen. Das ist doch auch was.

Gute Nacht!

Ein kleiner Schritt …

für die Menschheit…

So oder so ähnlich äußerte sich der erste Mann auf dem Mond. Doch werden wir das überhaupt noch sehen können? Die Nasa vermisst die Filmaufnahmen, vermeldet die Welt .

Macht ja nichts. Kann ja noch mal einer hochfliegen und dann haben wir ja wieder nette Filmchen. Zur Not einfach mal in Hollywood nachfragen, die bekommen das bestimmt auch hin. Muss ja keiner wissen.

Kuba…

… ist Religion. Und Religion lässt Differenzierung nicht zu. Entweder -so meine Erfahrung in Diskussionen- ist Kuba “das Vorbild” für Linke oder “die größte noch existierende Diktatur”. Die Linkspartei. hatte in diesem Jahr schon ihre Kuba-Krise, die auch auf dem Parteitag in Halle zeigte. Und auch diese Debatte trug Züge einer religiösen Auseinandersetzung. Nachlesen hier und hier, auch hier und hier.

Die sozialistische Tageszeitung “Neues Deutschland” bringt heute ein Porträt über Fidel Castro. Der wird morgen 80 Jahre alt. Vermutlich werden morgen und Montag auch andere Medien berichten. Vermutlich wird auch das wenig differenziert sein. Während die einen Castro bejubeln werden, werden andere ihn verteufeln.

Vor 11 Jahren war ich für vier Wochen in Kuba. Erst beim Arbeitseinsatz, dann auf Rundreise. Was in Erinnerung blieb? Wirklich tolle soziale Errungenschaften wie die medizinische Versorgung, kostenlose Schulbesuche usw. auf der einen Seite und auf der anderen Seite Einschränkungen der persönlichen Freiheit, Dinge die ich noch aus der DDR kannte. Damals schrieb ich: Sozialismus habe ich mir anders vorgestellt.

Kuba ist weder zu verteufeln, noch hochzujubeln. Kuba ist ein Versuch aus der kapitalistischen Logik auszubrechen (das verdient Solidarität), Sozialismus ist es nicht. Denn: Soziale Rechte und sog. bürgerliche Freiheitsrechte sind nicht gegeneinander auszuspielen, sie gehören zusammen.

Was interessiert mich mein Geschwätz von gestern,

dachte ich als ich gestern Abend zur Kenntnis nahm, dass der bekannte und aufrechte “Bürgerrechtler” Hans Christian Ströbele  meinte erklären zu müssen, dass es für ihn ein Missbrauch einer Gefahrensituation wäre, jetzt schärfere Gesetze zu fordern, obwohl man weiß, dass diese nicht mehr Sicherheit bringen.

Bravo Herr Ströbele! Sie sind ja noch lernfähig. Ja, klar wenn man in der Opposition sitzt, dann ist das auch alles ganz einfach. Und wahrscheinlich erinnern Sie sich auch nicht mehr daran, wie das war in der Regierung. Sie erinnern sich -um nur einen Teil ihres Sündenregisters zu benennen- wohl auch nicht mehr an das Luftsicherheitsgesetz.

Ich helfe doch gern. Es war in einmal in der Amtszeit der Rot-Grünen Koalition. Da sollte ein § 14 in das Luftsicherheitsgesetz eingeführt werden. Dieser erlaubte unter bestimmten Bedingungen das Abschießen eines Passagierflugzeuges. So haben Sie das natürlich nicht gesehen und sich zum Vorkämpfer dieser Regelung gemacht. Glauben Sie nicht? Lesen Sie einfach die Bundestagsprotokolle vom 18. Juni 2004 und 28. Januar 2005 nach.

Aber es kommt noch besser. Sie gestehen am 17. Februar 2006, dass sie an der Formulierung des § 14 Luftsicherheitsgesetz beteiligt waren und begrüßen gleichzeitig die Entscheidung des Bundesverfassungsgerichtes (welches die Regelung für Verfassungswidrig erklärt hat). Aber wie sagen sie so schön: Sie haben das richtige gewollt. Ich lese das nun so, dass das richtige der Abschuss von Pasagierflugzeugen unter bestimmten Bedingungen ist. Aber nun ja, Sie finden ja auch, dass es ein Missbrauch einer Gefahrensituation wäre, jetzt schärfere Gesetze….

Das neue Lieblingsgetränk…

… macht ja wirklich richtig fit. Da haben heute der nette Herr Seibert und Herr Meskesos eigentlich einen “Filmguck-Abend” organisiert und ich sage nach dem Fitnessstudio wegen geschlaucht sein ab. Hole mir noch ein Erdinger Alkoholfrei und radel schön nach Hause.

Ja, ihr netten Ordnungshüter, die ihr heute um das Frankfurter Tor die Fahrradfahrer kontrolliert habt, ich hatte Licht dabei.

Zu Hause angekommen gibt es ein schönes Erdinger Alkoholfrei. Eigentlich wollte ich das nur schnell austrinken, den Abwasch erledigen und ins Bett. Jetzt ist das Erdinger leer, der Abwasch erledigt und ich so munter, dass ich schnell noch gucken wollte, ob die Seite noch steht oder sich schon wieder selbständig gemacht hat.

Ich hoffe wenigstens, die Herren hatten einen netten Abend und beim nächsten Mal weiß ich bescheid, was ich tue wenn ich völlig fertig aus der Muckie-Bude komme.

Schluss mit Apfelschorle

… schrieb ich letzten Dienstag. Aber da die Seite nicht so will wie ich, war der Text heute verschwunden, samt Kommentaren. Also muss ich noch mal ran. Da sitze ich also am Montag in Neukölln und überlege welches alkoholfreie Getränk ich zu mir nehme. Ich bin mit dem Motoroller unterwegs und da gilt Nullkommanull. Aber immer Apfelschorle ist natürlich auch langweilig. Ich schaue nach Links (wohin auch sonst!) und stelle fest, dass die ebenso motorisierte Katina etwas dazustehen hat, was aussieht wie Bier. Bevor ich jedoch zu einem großen Vortrag ansetzen kann, stelle ich fest, es handelt sich um Erdinger Alkoholfrei. Kenn ich nicht, versuche ich mal. Nachdem ich mein wohlgefallen über dieses köstliche Getränk zum Ausdruck gebracht habe merkt die seit kurzem obersportliche Elke an, dass da auch viele Isotone drin sind. Gut für Sportler und Sportlerinnen. Genau, fällt mir da ein. Das bringt doch Dominic Anne immer auf dem Rückweg von der Muckie-Bude mit. Also: Schluss mit Apfelschorle und her mit dem Erdinger Alkoholfrei. PS: So ein Seitenabsturz hat auch seine Vorteile. Die Berliner Kneipen bieten dieses Getränk nämlich bedauerlicherweise nur äußerst selten an. Vielleicht bewegen die sich mal, es gibt bestimmt noch andere Anhänger ausser mir.

Verbietet die Biermeile!

Es ist ja nicht so, dass ich nicht auch gern mal ein Bier trinke. Und vom Prinzip ist ja auch nichts einzuwenden, dass 1.700 Biersorten fast vor meiner Haustür verköstigt werden können. Auch kann wegen mir jede und jeder Bier trinken wo und wann er will. Aber wer dabei den Fahrradweg benutzt, wenn ich dort mit dem Fahrrad auf dem Weg in die Muckiebude bin, der übertreibt. Wenn für einen Weg von normalerweise 5 Minuten auf einmal 10 Minuten benötigt werden und die Worte “Das ist immer noch ein Fahrradweg” in Endlosdauerschleife laufen, dann ist es genug. Liebe Biermeilenbesucher, ihr habt es euch selbst zuzuschreiben. Wenn ihr nicht massenweise den Fahrradweg benutzt hättet, würde ich die Forderung nach dem Verbot der Biermeile nicht erheben. Aber so kann ich nicht anders. Deswegen: Verbietet die Biermeile.

Sind Gartenzwerge Menschen?

Polizisten, also die Männer und Frauen in Grün haben manchmal seltsame Aufgaben. Nach einer Meldung von AFP grübelt die Polizei in Witten (das ist das Land in dem die CDU die letzte Landtagswahl mit einem Song gewann, der immer wieder gern gehört wird wird) wie sie mit dem Fall umgehen soll, das in einem Garten auf einmal acht fremde Gartenzwerge herumlungerten. Die Polizei habe sie nunmehr erst mal bei sich untergebracht. Eine “Entführung” kann nämlich nicht ausgeschlossen werden.

Fragt sich nun aber, wieso Sachen entführt werden können. Oder sind Gartenzwerge Menschen? Das StGB kennt den Begriff Entführung nicht, wenn man sich aber die Straftaten gegen die persönliche Freiheit in den §§ 234ff. StGB ansieht, ist irgendwie immer von Menschen die Rede. Vielleicht hätte es ja der Polizei gut getan, einen Blick ins Gesetzbuch zu werfen, dann hätte sie sich sofort anderen Aufgaben zuwenden können, als der Bergung von Gartenzwergen.  

Hallo Welt

Ja, ich jetzt auch. Frau geht mit der Zeit und die besagt, eine Website muss her. Am besten eine einfach zu bedienende. Schauen wir mal, sagte der “Kaiser” Franz Beckenbauer. Ja der, der sein vieles Geld in Österreich versteuert – erzählt man sich so.

Ein paar Alltagsgeschichte aus Berlin, der Muckie-Bude, Politik und Leben sollen hier stehen. Dann mal los.