Keine Sekte des Jahres

Wie an jedem zweiten Wochenende des Jahres wurden auch in diesem Jahr Liebknecht und Luxemburg geehrt. An diesem Wochenende gibt es dann immer auch ein “Familientreffen”. Das meint, dass man Leute trifft, die man ein ganzes Jahr nicht gesehen hat, aber von denen man weiß, an diesem Tag sieht man sie wieder.

Diesmal war es aber eine besondere Ehrung. Immerhin befindet sich auf dem Friedhof der Sozialisten ein Gedenkstein für die Opfer des Stalinismus. Für einige ein Stein des Anstoßes, für mich ein Grund dort meine Nelke niederzulegen.

Aber der eigentlich Spaß des Tages ging verloren. Dieses Wochenende eignet sich nämlich eigentlich auch dazu, die Sekte des Jahres zu küren. Früher jedenfalls konnte man Unmengen von eng bedrucktem Papier mitnehmen und sich danach köstlich über den Schwachsinn so mancher Sekte amüsieren. Nachdem man alles durchgelesen hatte, bestand die Möglichkeit der Gruppe mit den absurdesten Thesen den Titel Sekte des Jahres zu verleihen. Doch diesmal haben sie sich wohl alle den neoliberalen Sachzwängen :-) gebeugt und gaben ihre Tonnenideologie nur gegen Geld ab. Sie haben sich also der kapitalistischen Verwertungslogik untergeordnet. Ganze zwei Zettel habe ich kostenlos bekommen. Da macht die Auswahl keinen Sinn.

Vor lauter Schreck über dieses Ereignis habe ich mir doch jetzt tatsächlich zum Abendbrot Nudeln gekocht. Nicht verwunderlich? Finde ich schon. Meine letzten Kochversuche (sieht man mal von einem vor knapp zwei Wochen in fremden Landen ab) liegen 10 Jahre zurück.

Ich hoffe, nächstes Jahr gibt es wieder mehr Grund sich zu amüsieren.

Samstagabend

Nach einem zweistündigen Kampf um ein “Nein” für ein “Ja” bleibt -bei diesem Datum und Wochentag- nach einem heißen Bad und den sonstigen zu erledigenden Aufgaben (Englisch lernen, Mails lesen, Wohnung putzen) nur noch, bei einer Flasche Rotwein vor dem Laptop zu sitzen und sich bei Youtube Videos anzusehen.

Da findet man so manche schöne Rarität. Allein http://www.youtube.com/results?search_query=Die+Toten+Hosen&search=Search bietet schon einiges an interessanten Details (bitte komplett durchklicken). Und wenn man weiter googelt gibt es auch noch richtige Überraschungen: http://www.lyricshosting.com/artists/04/die_toten_hosen/f_r_gabi_tu_ich_alles.html 🙂

Nur eines fehlt um den Abend komplett zu machen: “Lügen”. 🙁

Marx ist tot!

Das allein ist keine Neuigkeit, sondern ausnahmsweise mal eine Wahrheit. Und bevor hier politisch korrekte Menschen meinen mich des Antikommunismus überführen zu können, verweise ich darauf, dass ich nicht von den Ideen, der Ideologie oder Philosophie von Marx geschrieben habe.

Die Neuigkeit allerdings ist, dass die wunderbare öffentliche Ess- und Trinkanstalt “da Karlo” in der Karl-Marx-Allee, die schon vom Ambiente her eine Nähe zum toten Klassiker aufwies geschlossen wurde. Zwar war das Bier mit 4 EUR ausgesprochen teuer, dafür aber die Pizza “Imperialista” genauso schmackhaft wie die Pizza “Il Comandante”.

Schade eigentlich, dass sich solch ein Blick- und Magenfang nicht halten kann.

Was ist beim fotografieren für ein biometrisches Passbild eigentlich anders?

Wenn ich meinen Urlaub schon zu Hause verbringe (statt wie geplant an anderer Stelle), kann ich auch gleich all die Dinge erledigen, die auch mal erledigt werden müssen. Dachte ich mir.

Also bin ich heute morgen zum Bürgeramt Friedrichshain in der Frankfurter Alle gegangen um mir einen neuen Reisepass zu besorgen und die Fahrerlaubnis auch endlich umzuschreiben. Letzteres war kein Problem. Aber für das erstere benötigt man ja nun einen biometrisches Passbild.

Rein in den Automaten und darauf gewartet, dass irgendwas besonderes passiert. Passierte aber nicht. Ausser der Aufforderung, gerade zu schauen und nicht zu lächeln (als ob mir danach wäre!) nichts besonderes. Warten. Das Passbild sah so aus wie die Passbilder davor auch, ausser das die Haarfarbe mal wieder anders ist und ich älter geworden bin.

Der Höhepunkt war dann aber die Beantragung selbst. Glücklicherweise musste ich nicht länger als 20 Minuten warten, aber dann erklärte mir eine freundliche Dame vom Amt, sie müsse jetzt erst mal mein Passbild in den Computer einlesen und wenn der Rand rot oder gelb ist, dann könne sie das Bild leider nicht verwenden. Wenn der Rand grün wird, ist alles in Ordnung. Glücklicherweise wurde der Rand grün und ich kann mir in sechs bis acht Wochen meinen Pass abholen (und die neue Fahrerlaubnis). Aber worin nun der Unterschied zwischen einem normalen Fotoautomaten und dem für biometrische Bilder besteht weiß ich immer noch nicht.

Ach so, der ganze Spass -also inklusive Bilder- kostet ungefähr 90 €. Ob mit oder ohne neue Mehrwertsteuer kann ich nicht sagen.

Im alten Jahr…

noch war es. Ich weiß nicht warum, aber alle Berlinerinne und Berliner müssen das gleiche Problem gehabt haben wie ich. Einen leeren Kühlschrank. Jedenfalls waren bei den zwei Supermärkten am Ostbahnhof (sorry, Elke ich weiß das ist ausserhalb der Ladenöffnungszeiten gewesen aber es war ein Notfall und andernfalls wäre ich verhungert!) soviele Menschen, dass zunächst anstehen vor dem Supermarkt angesagt war. Nach fünf Minuten durfte man dann zwar rein, aber wenn man nicht schnell genug war, war auch das kein Vorteil. Restesammeln war angesagt.

Jedenfalls habe ich noch was bekommen und kann so die nächsten zwei Tage überleben.

Ach ja, ins neue Jahr bin ich gekommen. Aber am besten nicht nachfragen wie.

Kleiner Rückblick ins Jahr 2006: Schöne Erinnerungen. Und die Zeit in der ich der glücklichste Mensch der Welt war.

Packen wir 2007 an!

 

Wenn man im Internet ein Hotel bucht

… kann man ganz schoen in die Schei*** greifen. So ist es mir jedenfalls gegangen und ich habe das Hotel gewechselt in mein “altes” Sliema Chalet. Das “Europa” hatte ein Fruehstueck das man nur als Witz einordnen konnte, der Fernsehen hatte nur italienische und maltesische Programme aber keine englischen und wenn Nachts noch jemand inst Hotel kam, dann hoerte man ihn oder sie ziemlich laut.

Mein schoenes altes Hotel hat nicht nur schoene englischsprachige Fernsehprogramme, sondern als Zugabe auch noch einen schoenen Meerblick.

Mein Sportprogramm fuer heute habe ich auch absolviert, ich bin von Valetta nach Sliema gelaufen. Das ist eine gute Stunde. Und in Valetta gibt es viele Dinge zu sehen, die mir beim ersten Mal entagangen sind. Und dazu kann ich noch mitteilen: Marks und Dominics Souvernirs sind gekauft.

Ach und weil der Mark mir ja mitgeteilt hat, dass es in Deutschland schneit, hier geht die Sonne ungefaehr eine Stunde spaeter unter als dort. Also um fuenf faengt gerade mal die Daemmerung (oh mein Gott wieviel verdammten Umlaute sind denn das heute!) an.

Zurueck in Malta

Gestern Abend gelandet. Die Reise war unbeschwerlich, mal abgesehen davon, dass ich den Eindruck hatte, saemtliche Renter/innen Berlins mussten ebenfalls gestern Richtung Malta fliegen. Kurzfristig dachte ich ja schon es handelt sich um eine ND-Leserreise. Waehrend der Rentner neben mir noch ganz vernuenftig war haben die zwei Omas hinter mir das ganze Flugzeug unterhalten. Ich weiss jetzt alles ueber ihre Schwiegersoehne und Schwiegertoechter und das sie kein Englisch koennen. Kurz vor der Landung dann stellte ich fest, dass der Opa vor mir offensichtlich Genosse sein muss. Wer sonst liest im Flugzeug nach Malta tatsachlich das ND mit dem Interview des Genossen Nord.

Ansonsten kann ich nur vermelden, dass es hier sehr schoen ist. Und damit alle schoen neidisch werden teile ich auch gleich mit, dass ich hier bei Sonnenschein im T-Shirt durch die Gegend laufe.