Die beste Entscheidung

… seit langem, war die Entscheidung hierher nach Malta zum Englisch lernen zu fliegen. Am Sonntag steht die Heimreise an und ich habe ueberhaupt keine Lust. “No sun, no sea, no shandy in berlin”. Wenn ich nicht irgendwie Geld verdienen muesste, wuerde ich einfach hier bleiben. Englisch lernen, die Sonne und das Meer geniessen und Abends nach dem Spaziergang an der Promenade von Sliema mein Shandy trinken.

Es war jedenfalls eine geile Zeit und ich habe mich richtig wohl gefuehlt.

Shandy

Keine Ahnung was das ist? Schmeckt koestlich!

Traditionelles Bier (ja, Maedchenbier!) aus Malta. Konkret “Beer with natural citrus”. Je nachdem wie schwer die Tasche ist, bring ich sogar was mit. Aber nicht das ihr denkt, ich verteile dann. Das hoechste der Gefuehle ist, das ich euch mal kosten lasse. Naja, eine Ausnahme wuerde ich schon machen: Derjenige oder diejenige die mir sagen kann, wo man Nachschub in Berlin bekommen kann, der bekommt eins ab.

Da faellt mir ein, eigentlich ist ja heute Stammtisch. Aber ich wuerde ja fast meinen Ar*** verwetten, das der ausfaellt, weil ich keine Einladung geschickt habe. Falls er doch stattfindet, schoene Gruesse und dann muss ich ja keine Einladungen mehr verschicken.

Bei mir geht es jetzt wieder an die Promenade von Sliema zum taeglichen Abendspaziergang und dann in die letzten zwei Runden Englisch – in Malta. Zu Hause wird fleissig weitergelernt und vielleicht mach ich ja mit Tanja eine Lerngruppe auf… .

Bank of Valletta – For Sale

Naja, ganz so schlimm ist es nun auch nicht. Aber mein sonntaeglicher Ausflug nach Marsaxlokk (dem beruehmten Fischerdorf mit einem -ih,baeh,pfui- auf Touris ausgerichteten Markt) entdeckte ich direkt neben dem Quartier der Nationalen Partei ueber der Filiale der Bank of Valletta das Schild “For Sale”. Da dachte ich fast ich bin in Berlin.

Aber als ich dann in Vallettas Haupteinkaufsmeile war und feststellte, dass die Labour Party ihr Buero dort hat, da wusste ich, ich bin nicht in Berlin.

Am Abend dann noch ein wunderschoenes Naturschauspiel beim taeglichen abendlichen Spaziergang an Sliemas Promenade. Der Mond wurde von Wolken verdeckt und lugte wieder hervor um dann wieder zu verschwinden. Es ist unglaublich wieviel verschiedene Farben dunkles Wasser haben kann….

Doener kann ich hier nicht empfehlen, teuer und schmeckt schlecht. Und wenn ihr mal hierher fahrt macht es nicht so wie ich. Englisch lernen in der Sonne fuehrt zu Sonnenbrand im Gesicht.  Nicht schoen, hat aber einen Vorteil – es wird nicht bemerkt wenn man rot wird.

So und jetzt mache ich Hausaufgaben und schreibe auf englisch, warum ich echt die Superkandidatin fuer die naechste Wahl bin. Dank Eva habe ich eine Extra-Unterstuetzung und komme so wirklich noch dazu, das Buch mit dem Parlamentsenglisch durchzuarbeiten. Also: Let’s move Berlin-Together.

Azure Window

Entweder ein Nachschlagewerk nutzen oder jetzt weiterlesen. Azure Window liegt auf Gozo. Gozo wiederum gehoert zu Malta und ist mit der Faehre zu erreichen. Da heute mal wieder die Sonne schien, war das der Tagestripp. Englisch wird gleich wieder gelernt…

Ein Tag ist zu kurz, wer auch immer nach Gozo faehrt sollte sich mehr Zeit einplanen. Das Highlight des Tages Azure Window. Ein Tor ueber dem Meer und so blau. Noch viel besser ist allerdings mit einem kleinen Boot drum rum zu fahren. Und eine so ruhig aussehende See kann es ganz schoen in sich haben. Kurz und gut, ich hatte selten so viel Schiss wie auf diesem Boottripp von knapp 10 Minuten, richtig gut ging es mir auch nicht, aber es war dennoch geil. Unbedingt machen! Und wenn ich jetzt einen Thread mit Fotos haette, koennte ich sogar meine eigenen Fotos zeigen…. Dafuer hat es naemlich trotz Schiss und schlecht sein gereicht.

Und jetzt wieder ab Englisch lernen.

Falsche Sachen eingepackt

Wenn es nicht so abgegriffen waere wuerde ich jetzt schreiben (aber ich hasse eine amerikanische Tastatur und mit Umlauten zu schreiben): Sowas kommt von sowas.

Statt einer kurzen Hose oder einem Rock habe ich mindestens drei Pullover eingepackt. Drei Pullover zu viel. Kommt hier nicht der Kaelteinbruch werde ich sie nicht brauchen. Auch die Sandalen stehen zu Hause und so mussten welche gekauft werden. Auch ein Handtuch fuer den Strand. Es ist wirklich warm hier in Malta, sehr warm.

Und Englisch? Es geht voran, vor allem sehe ich allmaehlich mit der Grammatik durch – solange ich im Klassenraum bin. Also muss ich im Hotel weiterlernen oder eben am Strand, wo ich mich jetzt -und jetzt bitte alle neidisch werden- hinbegeben werde. Was ich dort mache? Schwimmen und lernen, schliesslich muss Evas Leihgabe mit dem Parlamentsenglisch durchgearbeitet werden.

Es ist warm

… hier in Malta und das lernen der englischen Sprache mit nur zehn Leuten ist anstrengend. Aber ich will mich nicht beschweren, ich wollte es ja so.

Das Tourismusprogramm mindestens fuer die naechste Woche ist geplant, nebenher gibt es immer viel zu lernen.

Und das Hotel liegt gleich neben der deutschen Botschaft. Nur Internet ist teuer, deshalb keine taeglichen Berichte.

Die Entscheidung ist gefallen

Am gestrigen Abend hat der Außerordentliche Landesparteitag der Linkspartei. Berlin beschlossen, mit der SPD in Koalitionsverhandlungen einzutreten. Ob diese Entscheidung sich als gut für die Partei erweist, wird sich zeigen.

Ich habe mich enthalten und dazu folgendes gesagt:

“Liebe Genossinnen und Genossen,

wir haben heute über die Ergebnisse der Sondierungsgespräche, wie sie Euch Klaus Lederer vorgetragen hat, zu entscheiden. Also darüber, ob sie ausreichen, um in Koalitionsverhandlungen mit der SPD einzutreten. Nicht mehr, aber auch nicht weniger.

Wir entscheiden heute nicht darüber, ob unser Platz in den nächsten fünf Jahren in der Opposition oder im Senat sein wird. Diese Entscheidung haben wir erst dann zu treffen, falls es zu Koalitionsverhandlungen und einem Ergebnis gekommen sein wird.

Vor dem Hintergrund der hier vorgetragenen Sondierungsergebnisse sage ich ganz deutlich: Wer sich dafür ausgesprochen hat, mit der SPD in Sondierungsgespräche zu gehen -und dazu habe ich in den vergangenen zehn Tagen wo ich in verschiedenen Basisgruppen war, wenig Gegenstimmen gehört- der muss konsequenterweise diesem Antrag zustimmen. Vor dem Hintergrund dieser Sondierungsgespräche werde auch ich nicht gegen die Empfehlung des Landesvorstandes zur Aufnahme von Koalitionsverhandlungen mit der SPD stimmen.

Wir als Landesparteitag werden in einigen Wochen mit der Frage konfrontiert sein, ob die in ggf. stattfindenden Koalitionsverhandlungen erzielten Ergebnisse ausreichen, um in die Regierung zu gehen. Nochmal: diese Frage stellt sich heute nicht.

Aber eins ist klar -und das richtet sich weniger an uns als an die SPD- wir können regieren aber wir haben auch die Option der Opposition. Die bisherige Debatte hat gezeigt und von daher weiß ich nicht Ellen, woher du nimmst, dass wir willenlos Wowereits Willen folgen, uns geht es nicht um Regieren als Selbstzweck sondern um linke Politik für Berlin.

Wenn ich immer noch unschlüssig bin, ob ich dem vorliegenden Antrag zustimme, dann nicht weil es mir um opponieren an sich geht. Eine solche Haltung, und ich meine sie bei Wolfgang, Gabi und Ellen gehört zu haben, halte ich für apolitisch. Meine vermutlich fehlende Zustimmung beruht im wesentlichen darauf, dass ich die Aufnahme von Sondierungsgesprächen bereits abgelehnt habe. Von daher Gesine, wäre es ziemlich absurd gewesen, mich aufzufordern daran teilzunehmen. Ich habe die Sondierungsgespräche abgelehnt, weil ich befürchte, wir als Partei können vor dem Hintergrund des Wahlergebnisses nicht stark und durchsetzungsfähig genug in einer Regierung sein.

Egal wie wir uns heute entscheiden, eine Erkenntnis sollten wir in jedem Fall vom heutigen Parteitag mitnehmen. Es kann weder in Regierung noch in Opposition ein “Weiter so” geben. Für die Option Regierungsbeteiligung haben wir hier schon verschiedene Vorstellungen gehört. Für die Opposition allerdings wenig. Dabei muss uns klar sein, eine Oppositionspolitik wie wir sie vor 2001 gemacht haben, ist ebensowenig möglich, wie ein Agieren nach dem Vorbild der Oppositionsarbeit der Grünen in den vergangenen fünf Jahren. Eine neue Oppositionsarbeit müsste streng sachorientiert sein und in die Stadtgesellschaft hineinwirken, sie müsste aber auch notwendige Konfliktpunkte mit unterschiedlichen Akteuren benennen und austragen. Freilich träfe genau dies auch auf unsere Arbeit in einer zweiten Regierungsperiode zu.

Liebe Genossinnen und Genossen,

solltet ihr heute der Empfehlung des Landesvorstandes und eines großen Teils der Bezirksvorsitzenden folgen, und sollten wir Koalitionsverhandlungen mit der SPD aufnehmen, dann sind wir allerdings alle gefragt. Auch Gabi, auch Wolfgang, auch Ellen und auch ich. Das gebietet der Respekt vor Parteitagsbeschlüssen. Dann müssen wir im Sinne unseres Wahlprogramms und der gewählten Schwerpunkte verhandeln, Prioritäten setzen und zeigen, dass wir aus unserer Wahlniederlage gelernt haben. Das heißt vor allem die Fehler der vergangenen fünf Jahre in der Koalition und im innerparteilichen Umgang mit den Senatsakteuren zu vermeiden. Wie auch immer wir uns entscheiden, wir sollten Berlin und uns bewegen.”