Die Polizeiliche Kriminalstatistik nach oben getrieben

Eigentlich hatte ich in diesen Tagen vor, mich intensiver mit einer strafrechtlichen Fragestellung auseinanderzusetzen. Doch es kommt ja immer anders als frau denkt.

Ich habe heute nämlich die Polizeiliche Kriminalstatistik ordentlich in die Höhe getrieben, in dem ich vier Anzeigen erstattet habe. Und alles wegen diesem Internet ;-). Wäre ich zur nächsten Polizeiwache gegangen, wäre es nur eine Anzeige geworden.

Woran das liegt? Bei der Internetwache der Polizei Berlin, einer eigentlich sinnvollen Einrichtung die viele Wege spart, ist es nicht möglich bei einem „Betrug mit meinem Bankkonto“ in einer Anzeige alle Betrugshandlungen aufzuführen. Vielmehr musste ich für jede der einzelnen Betrugshandlungen eine neue Anzeige erstellen. Das bedeutet eben vier mal die Kontonummer und Bankleitzahl eingeben, vier mal die persönlichen Daten eingeben und auch vier mal eine Vorgangsnummer zu erhalten.

Und warum das Ganze? Weil irgendein Depp die Briefkästen zu Hause demoliert und das Schloss ausgebaut hat. Offensichtlich so rechtzeitig, dass die zu mir geschickte EC-Karte aus dem Briefkasten entwendet werden konnte und der bzw. diejenige welche die Karte erbeutet hatte in drei Lebensmittelgeschäften und einem Bekleidungsgeschäft einkaufen war.

Ich hoffe jetzt nur, dass die Karte von jemandem entwendet wurde, der es nötig hatte und der nun eine Weile gut gekleidet und mit ordentlichem Essensvorrat durchs Leben gehen kann. Ich sollte das vielleicht alles unter „Beitrag zur Umverteilung“ abbuchen ;-).

Update (25.02.2015): Ich hatte nicht vor einen Fortsetzungsroman zu schreiben. Aber manchmal kommt es anders. Als ich heute nach Hause kam, hatte ich Post. Zwei der Geschädigten wollen nämlich jetzt trotzdem Geld. Besonders freundlich ist das Schreiben der Rechtsanwälte einer Lebensmittelkette mit vier schwarzen Buchstaben auf gelbem Untergrund. Die schrieben nicht nur, dass sie meine Daten der Schufa melden werden, nein aus einem „Schädigungs“Betrag von 28 € werden nach dem Anwaltsschreiben gleich mal 113,74 Euro. Und jetzt geht der Papierkrieg richtig los. Denn natürlich werde ich jetzt darlegen, warum ich dem Einzug der entsprechenden Beträge widersprochen habe. Ich bin gespannt, wie die Geschichte weitergeht.

 

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