Nicht ganz korrekt

… werde ich im Tagesspiegel von heute wiedergegbeben. Die richtige Aussage lautet: „Es wäre ein Signal für die Einheit der Partei, wenn Oskar Lafontaine Parteivorsitzender bliebe und Dietmar Bartsch weiter Bundesgeschäftsführer.“

Der Rest ist allerdings völlig korrekt wiedergegeben und ich werde auch nicht wie andere an meinem Blog rumbasteln und eingestellte und kommentierte Artikel wieder herausnehmen (Hier traf es einen Artikel zur Schröderisierung der Politik nach der montäglichen Veranstaltung und einen wo die Rede von Gregor Gysi gelobt wurde).

14 Gedanken zu “Nicht ganz korrekt”

  1. wenn schon nicht mehr die partei immer recht hat, dann jetzt wenigstens die „parteizeitung“ 😉 , wie nicht nur der tagesspiegel, sondern kürzlich auch der spiegel das ND bezeichnete – oder was? löblich mag die (latente) kritik am fraktionsvorsitzenden sein, ja. aber das ND bleibt natürlich nach wie vor die stimme des ostens, also auch der ostverbände. und der bundesgeschäftsführer war von 2004 bis 2005 anderthalb jahre lang geschäftsführer der zeitung. daher mag man die unabhängigkeit der berichterstattung etwas bezweifeln.

    wie sieht es eigentlich mit deiner eigenen loyalität gegenüber deinem fraktionschef aus? 😉 in fast jedem größerem unternehmen in der sogenannten freien wirtschaft hätte man dich für die kommentare der letzten tage rausgeschmissen.

    aber wo liegt jetzt eigentlich das problem? wieso vermag es der parteivorsitzende nicht, in nur einem einzigen satz der presse die information zukommen zu lassen, dass der bundesgeschäftsführer ihm gegenüber nie illoyal war? (die sache wäre im nu vom tisch, und keiner der west-linken würde es wagen, sich offen gegen den vorsitzenden zu stellen.) dafür müsste er noch nicht einmal das krankenbett verlassen, sondern lediglich einen seiner vielen hansels vorschicken. ne sache von drei minuten. auf den topf zu gehen dauert länger, ist anstregender.

    das eigentliche problem sind die hierarchischen, ja autoritären (macht-)strukturen in der linken oder aber auch, dass die kompetenzen untereinander nicht geklärt sind, wenn das machtzentrum mal ausfällt. und solange diese autoritären strukturen wie in allen anderen parteien, die im bundestag sitzen, vorhanden sind, wird man der bevölkerung nicht glaubhaft machen können (seitdem der streit da ist, fallen ja auch die umfragewerte für die linke kontinuierlich), dass so etwas wie sozialismus eine alternative zum jetzigen hierarchisch (man könnte auch sagen: undemokratisch) organisierten kapitalismus sein kann. offenbar kann es innerhalb der bestehenden ordnung keine andere ordnung geben. oder mit adorno gesprochen: „es gibt kein richtiges leben im falschen.“

    hübscher versuch übrigens, ein parteigremium einberufen zu wollen, dem just der fraktionschef nicht angehört. 😉

  2. „in fast jedem größerem unternehmen in der sogenannten freien wirtschaft hätte man dich für die kommentare der letzten tage rausgeschmissen.“
    Da hat der Clemens Recht. Zu konstatieren, dass sich „niemand“ an den Tip von Gregor, nicht mehr über die Medien zu gehen, halte, und gleichzeitig eben das als erste massiv zu unterlaufen, erinnert an das Prinzip „haltet den Dieb“. Ich fände das völlig unproblematisch, wenn Du, Halina, nicht stellvertretende Vorsitzende wärst. Das passt nämlich nicht zusammen, als stellvertretende Vorsitzende nicht nur die Parteilinke, sondern jetzt auch Gisy öffentlichkeitswirksam anzugreifen. SPD ruft, oder?

  3. na ja, andererseits ist es positiv zu sehen, dass es parteien gibt, in denen man oeffentlich die eigenen leute/vorgesetzten kritisieren darf, ohne dafuer sein amt oder mandat zu verlieren, auch wenn man der partei damit insgesamt schadet und sie ueber kurz oder lang waehlerstimmen verlieren wird. positiv ist auch, dass es mitglieder gibt, die sich solche kritik zutrauen. aber natuerlich waere es besser oder mutiger, gysi das „alles“ hinter verschlossenen tueren ins gesicht zu sagen.

    witzig ist uebrigens, dass die debatte in der parteispitze, mit ausnahme „unserer“ wahlkreisabgeordneten hier, wieder einmal ausschliesslich von maennern gefuehrt wird. was ist mit kipping & co.? warten (feige?) ab, was passieren wird.

  4. @ulf: deine vorwürfe zeigen nur das klima in welchem diskutiert wird… was soll ich bei der spd? ich bin doch nicht 1990 in die pds eingetreten und habe mich mich bespucken lassen um jetzt zu den sozis zu rennen….

    im übrigen werde ich nicht zu öffentlichen vorwürfen schweigen, wenn sie drohen sich zu verfestigen und unwahr sind und es droht ein klima der denunziation zu geben. im übrigen hätte ich gern im geschäftsführenden vorstand darüber gesprochen, aber tagte trotz meiner bitte, der tagt aber erst nächste woche….

  5. Halina, antideutschen KriegtreiberInnen wie dir und deinen Kameraden wird bald ein harter, kalter Wind in euer rechtes Gesicht wehen.

    Wir werden euch alle outen und solange bekämpfen, bis ihr aus der Linken verschwindet!

    Bartsch wird fallen, je fester ihr euch an ihn klammert, desto wahrscheinlicher werdet ihr mit ihm fallen. Also, setzt dich ruhig weiter so für ihn ein…

  6. @KAK SHALOM: Entweder bist du unfassbar dämlich oder der Versuch, der genau „anderen Seite“, durch gespielte Dämlichkeit, die Seite, die du hier repräsentieren willst, zu diskreditieren. In allen Fällen überflüssig.
    @alle andere: Aufhören! Warum muss gerade Die Linke immer durch unfassbare Unprofessionalität auffallen? Warum könnt ihr (ihr alle!) nicht mit Medien umgehen? Aufrufe in der jungen Welt zur „Einheit“ der Partei von Menschen, die sonst grundsätzlich von „wir“ und „die“ sprechen, sind genauso überflüssig, wie das Öl-ins-Feuer-gießen der stellvertretenden Parteivorsitzenden. Dietmar ist offensichtlich einer Intrige zum Opfer gefallen. Gregor hat es beendet, gegenüber Dietmar sicherlich absolut unfreundlich und ungerecht. Die Botschaft, diesen Mist jetzt zu beenden und besser an der Programmatik zu arbeiten, ist aber klar. Schade, dass man dafür Menschen erst politisch kaputt machen muss. Hoffentlich hört das bald auf.

  7. Ja Leute, was denn nun? Einerseits wird die „autoritäre Machtstruktur“ kritisiert, andererseits eine Parteivizecheffin, die sich für ein Zusammenkommen eines gewählten Gremiums stark macht? Und wegen der hiesigen Blog-Einträge mit leiser Kritik an Gysi gehöre sie (natürlich ganz antiautoritär) aus der Fraktion „rausgeschmissen“? Was kommt als nächstes – Parteiausschluss, wenn einer „Gisy“ schreibt, Ulf? Tja, Eigentor, geh dich mal gleich konsequent selbst denunzieren (falls du Mitglied bist).

    An die betreffenden Rehpinscher: Ihr pinkelt hier jemandem in unmöglicher Form ans Schienbein (höher reicht es nicht), der die verdammt seltene – und zunehmend bewundernswerte – Größe hat, euch hier trotzdem frei schreiben zu lassen, darüber denkt auch mal nach!

  8. Kann Thomas nur Recht geben. Ansonsten kotzt mich die hier verbreitete Verschwörungsthese einfach nur an. Jeder, der hier was vom ominösen agent provocateur hinsudelt, sollte mal zur Kenntnis nehmen,daß dies genau der Umgangston ist, der gegenüber den achso bösen „Pragmatikern“ gepflegt wird. Der Rest macht es nur nicht öffentlich.

    @kak Lies mal ein Buch!

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