Vor lauter Sitzungen

… kommt der Blog zu kurz :-(.  Dabei passiert so viel. Im gestrigen Plenum ging es beispielsweise um Afghanistan und es gab einen äußerst bizarren Auftritt des SPD-Vorsitzenden. Der hatte nämlich gar keinen Plan, was er nun eigentlich zum Afghanistan-Mandat zu sagen hat.

Aber der gestrige Tag hatte auch seine guten Seiten. Ich durfte nämlich eine äußerst interessante Ausstellung in der Selbsthilfe-Kontatkstelle in Trägerschaft der Volkssolidarität LV Berlin e.V. eröffnen. Gezeigt wurde die Ausstellung „Hass vernichtet“ von Irmela Mensha-Schramm. Das ist die Frau, die seit Mitte der 80iger Jahre konsequent Rassistische und Faschistische Schmierereien vernichtet. Eine Frau, vor deren Zivilcourage man/frau nur den Hut ziehen kann.

Natürlich habe ich die Situation auch genutzt um für die Demonstration am 13.02.2010 in Dresden zu werben. Ich hoffe wir werden viele Menschen.

2 Gedanken zu “Vor lauter Sitzungen”

  1. Halina schrieb: … kommt der Blog zu kurz
    …………………………………………………….

    hmm, vielleicht ist das ja der Grund, warum mein Kommentar zu Deinem Eintrag vom 10.01. zur LL-Demo noch immer nicht eingestellt ist, denn ich will doch nicht annehmen müssen, daß andere Gründe da eine Rolle spielen. ;-)))

    Hier also nochmals für alle Fälle mein Kommentar bzw. meine Frage:

    >> Den Fragen 1 und 2 von Paul möchte ich noch Nr. 3 hinzufügen:

    3) Warum ist die Inschrift „Den Opfern des Stalinismus“ so furchtbar undifferenziert?

    Denn Opfer des Stalinismus waren ja beileibe nicht nur unliebsame bzw. in Ungnade gefallene Kommunisten und/oder unpolitische (sic Clemens) Menschen sondern in sehr großer Zahl auch Nazis und deren Militärs, vielleicht auch noch sogenannte „Wirtschaftsverbrecher“. Wie kann mensch da guten Gewissens Nelken ablegen! Ansonsten hat der Stalinismus-Komplex, wie Paul schon anmerkte, nichts aber auch gar nichts mit Rosa Luxemburg und Karl Liebknecht zu tun. Der Stein, den ich in dieser Form deshalb als Schandklamotte bezeichne, scheint mir ein Kotau – übrigens wie im Stalinismus von Oben nach Unten durchgesetzt – an die political correctness der BRD … <<

    … bei erneuter eventueller Nichtveröffentlichung wäre eine Mail-Begründung nett ;-)))

  2. Das Wort „Opfer“ impliziert die Unschuld derselben. Man kann sagen, jemand ist Opfer eines Verbrechens oder Opfer von Staatswillkür, aber nicht „Opfer“ von Notwehr oder „Opfer“ eines rechtsstaatlichen und ordnungsgemäß durchgeführten Strafverfahrens.

    Der Mahnstein dient dem Gedenken an die Opfer des Stalinismus, das hat nichts zu tun mit den Kriegsgegnern der UdSSR. Die von den Sowjets bekämpften deutschen Soldaten und festgenommenen Kriegsverbrecher waren Gegner der UdSSR bzw. eben echte Verbrecher, aber nicht Opfer des Stalinismus. Sich bei einem Angriffskrieg zu wehren und wirkliche Verbrechen zu ahnden, ist keine Stalin-typische Angelegenheit und etwas, gegen das sich der Gedenkstein erkennbar nicht richtet.

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