Wieder unterwegs

Wieder unterwegs

In so einer sitzungsfreien Zeit sitzt man weniger als in einer Sitzungswoche. Natürlich wird auch das eine oder andere im Büro erledigt, doch eigentlich ist man unterwegs. Bevor es am Samstag nach NRW zu einer Programmdebatte geht und nächste Woche erneut der Westen unsicher gemacht wird 😉 und nachdem ich vorgestern an der Uni Potsdam meine erste Vorlesung gehalten habe wurden am gestrigen Tage wieder Projekte im Wahlkreis besucht.

Diesmal war der Ortsteil Friedrichshain dran und ich nahm mir Zeit für zwei Projekte.

Zunächst war ich beim Mädchentreff „Phantalisa“. Diesen Mächentreff gibt es seit 1990, er war die erste Mädcheneinrichtung in Ost-Berlin und er bietet ein Rundumprogramm für Mädchen zwischen 10 und 27 Jahren.  Da wären zum einen die vielfältigen Freizeitaktivitäten von Musik machen, über Kochen lernen und Kurzgeschichten lesen.  Dazu kommen Hausaufgabenhilfe, Mutter-Tochter-Tage, politische Bildungsfahrten,Experimentennachmittage und Quiz wird angeboten. In den Sommerferieren hat der Mädchentreff von 10.00-17.00 Uhr geöffnet und es gibt für einen Unkostenbeitrag von 0,20 EUR ein warmes Mittagessen. Eine zunehmende soziale Spaltung ist auch bei den Besucherinnen feststellbar. Es ist tatsächlich so, dass in einem so reichen Land wie Deuschland, Kinder nicht an den See fahren können, weil das Ticket dorthin zu teuer ist.

Phantalisa will vor allem einen Schutzraum bieten und ist die einzige Mädcheneinrichtung im Bezirk. Die Besucherinnen kommen vorwiegend, aber nicht ausschließlich aus dem Kiez.  Auf die Frage nach Wünschen gab es die eine oder andere Überraschung: Die Mädchen hätten gern die Möglichkeit von Reitferien und Kanu-Touren, doch dafür fehlt das Geld. Die Mitarbeiterinnen wiederum würden sich wünschen, dass es mehr Jungeneinrichtungen gibt.

Gleich um die Ecke befindet sich die Seniorenfreizeitstätte „Lebensfreude“.  Unter dem Motto „Gemeinsam geht alles besser“ gibt es auch hier ein umfangreiches Angebot. Der Kreisvorstand des VdK bietet ebenso Sprechstunden an wie die Seniorenvertretung (Achtung! Diese wird im Herbst auch gewählt und es wäre gut wenn sich viele Senioren/innen daran beteiligen, auch als Kandidierende). Besonders erfreut war ich über doch eher unübliche Angebote, wie einen Englischkurs. Die Öffnungszeiten des Objektes sind von 10.00 – 17.00 Uhr und als einzige Einrichtung im Bezirk wird auch Sonntag geöffnet.  Dies wurde durch  ÖBS-Stellen abgesichert, leider laufen diese zum 30. Juni aus. Das ist für die Besucher/innen das wichtigste Problem. Wie geht es ab 30. Juni weiter, wenn die ÖBS-Stelle ausgelaufen ist.

Unterstützenswert sind beide Projekte.

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