Lieber Trinken statt Essen

… so könnte ich am besten beschreiben, wir mir nach dem Parteitag und der Vertreter/innen-Versammlung in Essen zumute ist. Diszipliniert wie ich bin, habe ich mir das betrinken aber geschenkt und mich in die Alltagsarbeit gestürzt.

Der Parteitag war dabei noch -rückblickend- das geringste Problem. Ich habe lediglich meinen Abschied als Sprecherin der Antragskommission gegeben und das letzte Mal am Mikrofon in dieser Funktion gestanden. In die Präambel kam auf Grund eines paralysierten PV der seinen Antrag nicht verteidigen wollte und der Abwesenheit der „Herren über 50“  so ziemlich jeder beantragte Unsinn hinzu. Schlimm war aus meiner Sicht ein Antrag, der verhindern sollte, dass man sich zu Vorfällen wie dem des Kommunalpolitikers aus Duisburg, der einen Boykott Israels forderte, äußert. Dazu gibt es aber jetzt eine Erklärung – und das ist gut so.

Erklärung zu einem Antrag

Richtig schlimm wurde allerdings die Listenaufstellung. Da erklärte mal ganz schnell der Parteivorsitzende, das die Ossis die Wessis nicht von der Liste kegeln sollen und das im Jahr 19 nach der Einheit. Tatsächlich kegelte dann ein Wessi auf Platz 14 einen Ossi von der Liste, wenn man bei Dominic mit seinen 30 Jahren von Ossi überhaupt noch reden kann.  Das ist das eigentlich bittere, dass Dominic nicht mehr auf der Liste ist. Er hat eigentlich alle Kriterien erfüllt (sich an den Listenvorschlag gehalten, Ossi), eine Super-Rede gehalten, ist kompetent und geht am Ende leer aus. Das ist bitter, das macht traurig und das lässt nachdenken …

4 Gedanken zu „Lieber Trinken statt Essen

  1. Zwei kurze Anmerkungen:

    1. Mit Sylvia-Yvonne Kaufmann war es eine Genossin aus den neuen Ländern, die mit ihrer Kandidatur gegen Sabine Lösing erstmals mit Lafontaines Empfehlung/Aufforderung gebrochen hat.

    2. Der Fairness und Ausgewogenheit halber könnte man/frau erwähnen, dass auch Wilfried Telkämper eine gute Rede gehalten hat und ebenfalls durchaus kompetent ist…

  2. Halina betreibt Meinungsbildung immer durch Verschweigen von Fakten, die ihren Thesen widersprechen. Du behauptest nichts anderes, nichts falsches, das stimmt! Aber du unterlässt und das verfälscht ebenfalls das Bild.

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