Morgen beginnt sie – die Tour de France.

Es  gab Zeiten, da war ich gar nicht vom Fernseher wegzubekommen, weil ich keine Sekunde dieses Sportereignisses verpassen wollte.  Damals glaubte ich schon nicht daran, dass es Dopingfrei zugeht. Aber es störte mich nicht. Die Herren sind selbst dafür verantwortlich, ob sie sich ihren Körper kaputt machen.

Morgen beginnt also eine neue Tour de France und eines dürfte sicher sein: auch diese Tour wird nicht dopingfrei sein.

Na und? Hört endlich auf so zu tun als gäbe es Spitzensport ohne Doping. Meine feste Überzeugung ist, dass es das nicht gibt.

Der mediale Hype ist jedenfalls vorbei, wer die Tour dennoch verfolgen will, der kann ja hier  nachlesen oder sich bei der ARD informieren.  Ich werde mal so ab und zu reinsehen, die richtige Begeisterung kommt bei mir aber nicht mehr auf.

Samstag, 19. Juli 2008 um 19.30 Uhr, findet im Roten Salon der Volksbühne ein Streitgespräch zum Thema “Doping – gibt es auch gute Gründe dafür?” statt.

Es diskutieren: Ines Geipel (Schriftstellerin und Autorin des Buchs “No Limit. Wieviel Doping verträgt die Gesellschaft”), Rolf-Günther Schulze und Martin Krauß (Sportjournalisten und Herausgeber des  Buchs “Wer macht den Sport kaputt? Doping, Kontrolle und  Menschenwürde”).

Meine Antwort wäre übrigens: Es gibt gute Gründe. Denn wer glaubt wirklich, dass es im Spitzensport noch sauber zugeht? Und wer meint sich für eine Medaille und viel Geld die Gesundheit kaputt machen zu müssen, der soll es tun.

Welch künstliche Aufregung um das Doping im Radsport hier.

Mein Gott, das war doch eigentlich allen klar, das gedopt wird. Aber statt der Geheimniskrämerei und der künstlichen Aufregung sollte einfach das Doping freigegeben werden. Wer sich selbst schädigen will, um mal ganz oben auf dem Podest zu stehen, bitte. Der soll es einfach tun.