So manche/r hatte heftig geschimpft. Dieser Bericht sei von einem Kriegstreiber, der die Positionen der Partei verrät. (Gelesen hatte diesen Bericht offensichtlich keine/r der Kritiker/innen, anders kann ich mir diese Position nicht erklären!) Einige forderten gar den Parteiausschluss. *Kopfschüttel*

Zeit für eine Entschuldigung würde ich sagen, nachdem ich das gelesen habe. Wie kann jemand ein Kriegstreiber sein, der sagt: “Es ist mir nicht gelungen, eine Mehrheit davon zu überzeugen, dass die Probleme Afghanistans nicht militärisch gelöst werden können. Wenn nun sogar eine parlamentarische Mehrheit Verstärkung der Truppen gefordert wird und nationale Vorbehalte in Mitgliedstaaten ausdrücklich missachtet werden sollen, werden das eigentliche Anliegen des Berichtes und mein persönliches konterkariert. Krieg ist keine Lösung.” Aber  selbstverständlich gibt es immer noch Idioten Menschen, die meinen hier einen Kriegstreiber sehen zu müssen. Wozu brauche ich Argumente oder Fakten, wenn ich doch ein Vorurteil habe.

Nein, es folgt jetzt keine Werbung für eine Automarke . Aus Gründen der Chancengleichheit werde ich auch nicht erklären, in welcher Kultureinrichtung sich folgendes Ereignis abspielte. Es ist in jedem Fall keine Kultureinrichtung, welche auf den Fotos abgelichtet ist .

Eigentlich wollte ich nur Karten umtauschen gehen. Tatsächlich hatte die Kultureinrichtung erst ab 11.00 Uhr geöffnet und als ich nach zwanzig Minuten Wartezeit den Eingangsbereich betrat, hatte sich die gefühlte gesammelte Rentnerschaft Westberlins am Kartenschalter versammelt. Doch damit nicht genug, von den vier Mitmenschen vor mir, deren Wünsche ich mitbekam, hatten doch tatsächlich drei das Pech, dass sie zwar ihre Karten erhielten, allerdings mit dem falschen Tag. 🙁 Also mussten sie wieder zurück und sich erneut Karten geben lassen. Der eigentlich Umtauschakt meiner Karten dauerte keine zwei Minuten und ging ohne Probleme, aber die gesamte Aktion dauerte mehr als zwanzig Minuten.

Vielleicht ist Wettbewerbsfähigkeit beim Karten austeilen in der Kultur nicht ganz verkehrt…

Und in der nächsten Sitzung , während die Bilder noch hochgeladen werden.

Der Platz reicht nicht, um alles hier zu schreiben was mich bewegt, aber es war eine wertvolle Erfahrung. “Permit” ist das Wort, was ich am häufigsten gehört habe. Ein “Permit” ist nötig um nach Jerusalem zu kommen, wenn man/frau Palästinenser ist.

Ich habe viele Palästinenser und Palästinenserinnen getroffen, für die klar war: Israel hat ein Existenzrecht, sie stellen es nicht in Frage. Sie wollen eine säkularisierten, demokratischen Staat Palästina und sie lehnen Selbstmordattentate und islamischen Fundamentalismus ab. In diesem Wissen stellen sich schon einige Fragen für mich:

Was hat das mit Sicherheit zu tun, wenn Familien auseinandergerissen werden und es für jemanden aus Ramallah unmöglich ist, seine Schwester in Jerusalem zu besuchen? Was hat das mit Sicherheit zu tun, wenn das Israelische Militär einfach -so erscheint es –  aus Lust und Laune heraus Straßen sperrt und Palästinenser auf Palästinensischem…