Blog von Halina Wawzyniak

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Und in der nächsten Sitzung :-( , während die Bilder noch hochgeladen werden.

Der Platz reicht nicht, um alles hier zu schreiben was mich bewegt, aber es war eine wertvolle Erfahrung. “Permit” ist das Wort, was ich am häufigsten gehört habe. Ein “Permit” ist nötig um nach Jerusalem zu kommen, wenn man/frau Palästinenser ist.

Ich habe viele Palästinenser und Palästinenserinnen getroffen, für die klar war: Israel hat ein Existenzrecht, sie stellen es nicht in Frage. Sie wollen eine säkularisierten, demokratischen Staat Palästina und sie lehnen Selbstmordattentate und islamischen Fundamentalismus ab. In diesem Wissen stellen sich schon einige Fragen für mich:

Was hat das mit Sicherheit zu tun, wenn Familien auseinandergerissen werden und es für jemanden aus Ramallah unmöglich ist, seine Schwester in Jerusalem zu besuchen? Was hat das mit Sicherheit zu tun, wenn das Israelische Militär einfach -so erscheint es –  aus Lust und Laune heraus Straßen sperrt und Palästinenser auf Palästinensischem Gebiet nicht weiterfahren lässt? Was ist es, wenn es nicht Besatzung ist, wenn Israelisches Militär in Städten wie Ramallah einfach Ausgangssperren verhängt und Menschen die Stadt nicht verlassen dürfen? Worin liegt der Sinn ein ganzes Dorf (Qalandiya) abzuriegeln, so dass zum Teil nicht mal eine Amublanz hineinkommt und den Zugang nur für bestimmte Zeiten öffnen? Wie absurd ist es, wenn in Hebron ein Haus besiedelt wird und das Kind, was bisher keine 2 Minuten zur Schule benötigte jetzt einen riesigen Umweg nehmen muss?

links Siedlung, geradeaus Stop - HebronEingang Hebron Altstadt Nein, ich habe keine Antwort, wie der Konflikt im Nahen Osten gelöst werden kann. Grundbedingungen sind aber, dass das  Existenzrecht Israels in den Grenzen von 1967 akzeptiert, die Besiedlung beendet und zurückgenommen werden und ein demokratischer, säkulärer Staat Palästina errichtet wird. Dafür gibt es in Palästina Mitstreiter/innen.

Und in meinem Bücherregal gibt es jetzt Marx auf Arabisch :-)
Marx auf Arabisch

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