Wiedergewählt

… aber nicht glücklich. So lässt sich die Hauptversammlung der LINKEN von gestern zusammenfassen. Manchmal ist es tatsächlich so, dass die Niederlagen anderer mehr weh tun als eigene Niederlagen. Wenn lange und enge politische Mitstreiter/innen nicht gewählt oder schlechte Ergebnisse erhalten dann ist die Stimmung schlecht und ich frage mich natürlich selbst, was ich zu diesem Ergebnis -negativ- beigetragen habe, was ich hätte machen müssen und können und wo ich anders hätte agieren müssen.

DIE LINKE in Friedrichshain-Kreuzberg hatte gestern ihre Hauptversammlung und wählte einen neuen Bezirksvorstand. In meinem „Referat“ skizzierte ich Probleme der Vergangenheit und versuchte einen Ausblick. Gleichzeitig machte ich auch einen Personalvorschlag für den stellv. Bezirksvorsitzenden.

Rede Hauptversammlung am 7. November

Nach einer wirklich sehr lebhaften und schönen Diskussion wurde der Antrag des Bezirksvorstandes verabschiedet. Danach ging es an die Wahlen. Ich wurde zur Bezirksvorsitzenden wieder gewählt. Andere Wahlen liefen nicht unbedingt nach meinen Vorstellungen, das ist halt Demokratie.

Ja -ich bin Profi genug und jetzt kommt so ein echt abgedroschener politischer Satz- ich werde mit allen gewählten Personen gut zusammenarbeiten. Alles was mir zu der einen oder anderen Kandidatur durch den Kopf geht wird in selbem bleiben. Gestern musste ich wieder lernen, dass Politik identisch ist mit dem Aussprechen begrenzter Wahrheiten, nicht der vollen Wahrheit – gerade in Personalauseinandersetzungen.

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