Viel zu selten aber dafür heute um so deutlicher standen sie im Mittelpunkt – die Senioren/innen.

Zunächst habe ich einem der eifrigsten Wahlkämpfer/innen zum Geburtstag gratuliert – Jörg wurde heute 70 Jahre alt und wer ihn kennt und seine Aktivitäten beobachtet, der würde nie auf die Idee kommen, dass er bereits 70 Jahre auf dem Buckel hat. Vielleicht 50 würde ich -wäre ich unbefangen und wüsste es nicht besser- schätzen.  Auch an dieser Stelle noch mal: Herzlichen Glückwunsch! Und viel Spaß mit deinem Geschenk 🙂

Danach ging es zum Runden Tisch der Senioren/innen im Bezirk Friedrichshain-Kreuzberg.

Seniorenvertretung

Diese ganz „spezielle“ Seniorenvertretung feierte heute ihren 15. Geburtstag. Der Anlass für die Gründung des Runden Tisches der Senioren war die Erhöhung der BVG-Tarife im Herbst 1994 und die Ankündigung der faktischen Abschaffung der Seniorenkarte. Seitdem hat der Runde Tisch der Senioren vielfältige Aktiviäten entwickelt – so zur Bereitstellung alters-, behindertengerechten und bezahlbaren Wohnraums, zur Sicherung der Mobilität der älteren Mitbürger/innen und zur Entwicklung von Bildungs-, Kultur- und Freizeitangeboten. Am Runden Tisch sitzen jetzt mehr als 10 Senioren-, Sozial- und Betroffenenverbände. Und wer heut mit der U5 durch Berlin fährt und sich über die alters- und behindertengerechten Zugänge freut, der kann sich bedanken – beim Runden Tisch Senioren und vor allem bei Gisela Plock.

Beim Runden Tisch der Senioren hatte ich gleich auch noch die Chance einem wirklich sehr interessanten Vortrag von Reiner Wild vom Berliner Mieterverein zum altersgerechten Wohnen zu hören.  Ich wusste vorher nicht, nehme mir das aber mal auf meine to-do-liste, dass es eine Koordinierungsstelle „Wohnen im Alter“  gibt, die konkret vor Ort berät, wie eine Wohnung altersgerecht umgebaut werden kann und wie die finanzielle Unterstützung läuft.  Hier wiederum ist interessant, dass die Pflegeversicherung zwar einen Betrag zum Umbau der Wohnung finanziert, häufig aber die Vermieter bei Veränderungen zum barrierefreien Wohnen neben dem (selbst finanzierten) Umbau auch noch eine Sicherheit für den Rückbau verlangen, welche das größte Problem für den Umbau darstellt.  Der Berliner Mieterverein fordert im Mietrecht eine Recht auf Mietermodernisierung und im Hinblick auf die energetische Modernisierung eine Klimawohngeld.

Wem letzteres zunächst überraschend vorkommt dem/der sei gesagt, dass in Berlin zwar nach vielen Jahren der Mieterverein erstmals den Mietspiegel mitträgt, aber selbst darauf hinweist, dass die Mieten für teure Wohnungen nicht steigen, wohl aber für „billige“ Wohnungen, die immer mehr Richtung mittlerer Preisbereich gehen. Gerade für Menschen mit geringem oder keinem Einkommen steigen damit die Mieten. Berlin hat zwar, so auch Herr Wild, im Vergleich zu anderen Ländern eine großzügige Regelung bei den Kosten der Unterbringung bei Hartz IV-Bezug, aber auch da wird es spätestens bei energetischer Sanierung dann eng.

Apropos Kosten der Unterkunft beim Bezug von Hartz IV. Eine Frau die für diese Regelung hartnäckig und unter höchstem persönlichen Einsatz gekämpft hat ist die Sozialsenatorin Heidi Knake-Werner. Heidi wird morgen ihr Amt als Senatorin beenden und gleich findet eine Veranstaltung zu ihrer Verabschiedung statt. Ich sage an dieser Stelle einfach mal ganz herzlich: DANKE Heidi für deine Arbeit und dein Engagement.


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