Fischfutter

In einer WG steht jede/r für den/die  andere/n ein. Ob es um das Einkaufen geht, das Stromablesen und auch sonst. So war es auch eine Selbstverständlichkeit, dass ich auf die Bitte eines meiner Mitbewohner hin mich bereit erklärte, Fischfutter zu kaufen. Das alte Fischfutter war alle und der Mitbewohner begab sich in den Urlaub.

Mir wurde noch gesagt, dass es Fischfutter in Supermärkten gibt. Nichts leichter als das dachte ich. Also fuhr ich zwischen zwei Terminen im Supermarkt vorbei. Doch es gab kein Fischfutter. Da ich noch etwas Zeit hatte, dachte ich mir ich fahre in den nächsten Supermarkt von einer anderen Firma. Doch es gab kein Fischfutter. Also auf zum dritten Supermarkt. Doch auch hier gab es nur eine riesige Auswahl an Futter für Vögel, Hunde und Katzen, nicht aber für Fische.

In Kreuzberg gibt es nun aber nicht an jeder Ecke eine Zoohandlung. Was also tun? Dunkel erinnerte ich mich daran, dass es am Kottbusser Tor einen Aquarium-Laden gibt. Und richtig, den Laden gibt es immer noch. Also nichts wie rein und endlich dieses verdammte Fischfutter kaufen. Doch innendrin gab es die nächste Überraschung. Es gab nicht etwa einmal Fischfutter sondern gefühlte 100o Sorten. Da stand ich nun und wusste nicht weiter. Zum Glück gibt es ja Servicekräfte die frau fragen kann. Der nette junge Mann überforderte mich dann aber doch, denn er fragte was denn für Fische im Aquarium sind. Arrgh. Ich habe doch keine Ahnung.

Am Ende half alles nichts ich musste mich entscheiden.

Fischfutter

Für alle Aquariumfische“ steht auf dieser netten Dose. Das werde ich dann nachher mal testen und übernehme für das Wohlsein der Fische keine Garantie.

Bevor es jetzt gleich

… für 10 Tage zum Nachbarn nach Dänemark geht, bleibt Zeit für einen Rückblick auf das Jahr 2009.

Insgesamt ein Jahr wo die Enttäuschung die Freude überwogen hat. Auf der positiven Seite und nicht gering zu schätzen ist der überraschende Einzug in den Bundestag. Mit diesem habe ich und ich glaube auch mein Wahlteam nicht gerechnet. Doch jetzt ist es passiert, ich freue mich noch immer darüber und jetzt gilt es etwas daraus zu machen. Auch darüber nachzudenken wird Zeit sein beim Nachbarn.

Auf der positiven Seite steht auch der Entschluss, in meinem hohen Alter mal das Leben in einer WG zu testen und der daraufhin erfolgte Umzug. Auf dieses WG-Leben freue ich mich wirklich.

Und nicht zu vergessen war der wieder unvergessliche Aufenthalt in meiner „zweiten Heimat“ Malta im Sommer. Ich vermisse die Sonne und die Gespräche dort und bin mir sicher im Sommer 2010 bin ich wieder da.

Aber der Bundestag und die WG ist nicht alles (aber auch nicht nichts 😉 ). Es gab da noch den Parteitag in Essen Trinken, der für mich eine der größten Enttäuschungen des Jahres war. Klar,bei dem Ergebnis der Europawahlen und den errungenen Sitzen sieht die Welt nochmal ganz anders  aus, denn schließlich hätte Platz 10 auch nicht für den Einzug in das Europaparlament gereicht. Dennoch hat mich die Niederlage bzw. Nichtwahl von Dominic auf diesem Parteitag schwer getroffen. Nicht nur, weil dies eine Kandidatur war für die ich mit vollem Einsatz gekämpft habe, sondern auch weil Dominic es wirklich verdient hätte aufgestellt zu werden.

Ich habe in diesem Jahr wieder die Chance gehabt die Welt zu sehen und Genossen/innen von verschiedenen Kontinenten kennenzulernen. Eine Erfahrung die ich weder in Bezug auf Bangladesh noch auf Venezuela und Ecuador missen möchte.

Die letzten Wochen zählen sicherlich politisch betrachtet, ebensowenig zu den positiven Dingen wie der Fahrraddiebstahl mitten im Wahlkampf. Der Magen und seine Anfälligkeiten haben mich dieses Jahr auch wieder begleitet, na immerhin trinke ich wegen diesem „guten Freund“ seit ca. einem halben Jahr keinen Tropfen Alkohol.

Bei den diversen Jahresrückblicken jedenfalls hat sich bei mir ein interessantes Phänomen eingestellt: Ich unterscheide bei den verschiedenen Ereignissen in davor und danach…. Dabei meint davor und danach mal das Ereignis X und mal das Ereignis Y. Liegt das am älter werden? Schließlich war das ja früher nicht so.

Wie dem auch sei, 2010 wird bestimmt besser – in jedem Fall anders. Also „vorwärts immer, rückwärts nimmer“ ;-).

Auf Kisten

Mittlerweile sitze ich auf ca. 15 Kisten und warte darauf das der Umzug morgen früh losgeht.

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Ich habe zwar noch keine Ahnung wie das alles in das neue Zimmer passen soll, aber es wird schon. Das Wochenende war also mit Kisten packen und Grundreinigung der alten Wohnung voll ausgebucht. Und nebenbei stellte sich auch mein „Technik-Glück“ wieder ein. Zuerst verabschiedete sich die Glühbirne der Stehlampe, ich hatte und habe allerdings keine Ahnung in welcher der Kisten sich die Ersatzglühbirne befindet. Danach meinte der Receiver seinen Geist aufgeben zu müssen, also flog auch er schnell in eine Kiste und ich stellte auf normales Kabelfernsehen um.  Dann kann ja morgen alles glatt gehen mit dem Umzug, wenn jetzt schon das Pech zugeschlagen hat. Ich jedenfalls freue mich auf eine neue Erfahrung – WG-Leben. 🙂

Neueröffnung

Im Zentrum des gestrigen Tages stand für mich eigentlich die Wiedereröffnung der East-Side-Gallery. Doch bevor es dahin ging wurde weiter das Experiment verfolgt finde eine Wohnung für 5 Personen im Wahlkreis.

Eine sehr schöne Wohnung, die für die Bedürfnisse von uns fünf genau gepasst hat fand ich in der Orlopp-Straße. Ist aber nicht Wahlkreis und deshalb kann sie nicht in die engere Wahl kommen. Die Suche sonst gestaltet sich schwierig: Nur die Hälfte der bei Immobilienscout angeschriebenen Personen meldet sich und die Wohnungszuschnitte der Wohnungen sind meist auch so, dass nicht mal eine Besichtigung lohnt. Naja, gut Ding will Weile haben.

Doch zurück zur Eröffnung der East Side Gallery. In einem Zelt versammelten sich viele Menschen um einer Eröffnugnsrede von Klaus Wowereit zu folgen.  Unklar ist mir, warum auch Klaus Rüdiger Landowsky eingeladen wurde. Der hat doch wesentlich dazu beigetragen, dass diese Stadt in die Schei*** geritten wurde und hat nach meiner Auffassung auf so einer Veranstaltung nichts zu suchen.  Doch bevor der Regierende Bürgermeister anfing hatte zunächst die Initiative  „Mediaspree versenken“ ihren Auftritt. Mit Transparenten und Sprüchen machten sie auf den Verdrängungsprozess aufmerksam. Ob dies der richtige Ort ist zum protestieren, darüber mag man/frau streiten. Warum der Veranstalter, der das Zeigen der Transparente erlaubte dann die Initiative von der Bühne drängen lies habe ich nicht verstanden. Er hätte sie einfach stehen lassen sollen und dann wäre alles schön gewesen. Für mich war an diesem Punkt die Veranstaltung beendet. Ein paar Fotos noch von der neuen East-Side-Gallery und dann ging es an die Arbeit.

East-Side-Gallery

Jetzt gehe ich los zur Hauptversammlung der Partei DIE LINKE wo ich für den Bezirksvorsitz und ein Parteitagsmandat wieder kandidiere.