Stressig, Stressiger, am Stressigsten

Das wäre eine knappe Zusammenfassung der Sitzungswoche.

Begonnen hat alles mit der Suche nach Personal, die Fraktion DIE LINKE hatte die Stelle eines/einer Rechtsreferenten/in ausgeschrieben. Also wurden Montag und Dienstag Bewerbungsgespräche geführt. Zwischendurch gab es immer mal wieder andere politische Ereignisse, wie zum Beispiel Fraktionssitzungen oder Klärungsprozesse für die Konstituierung der Enquete „Internet und digitale Gesellschaft„.

Eben jene Enquete wurde dann am Mittwoch konstituiert. Zwischen Plenum und Konstituierung wurde allerdings noch schnell der Bundestagslauf absolviert, naja zumindest schneller als in den vergangenen Jahren. Diesmal hatten wir die schönen LINKE-Shirts (die gibt es dann morgen auch beim IGA-Lauf zu sehen :-)) und es bleibt festzustellen, dass der sportlichste Arbeitskreis der Fraktion der AK Bürger/innen-Rechte und Demokratie und die sportlichste AG die AG Recht ist. Bundestagsvizepräsidentin Petra Pau beteiligte sich beim Walking, mein Kollege Jens Petermann begab sich auf die lange Strecke und mein Kollege Raju Sharma lief wie ich die kurze Strecke. Die Ergebnisse des Bundestagslaufes sind hier nachzulesen.

Da wir gerade beim Sport sind, will ich natürlich nicht DAS Fussballereignis des Jahres 😉 vergessen. Am Dienstag Abend spielten die Roten Socken gegen die Grünen Tulpen und das Spiel endete mit einem gerechten 3:3. Hätten wir als Rote Socken (und auch ich) eine bessere Chancenverwertung gehabt, wäre das Ergebnis sicherlich anders ausgefallen. Aber hätte der Hund nicht geschissen… Auch hier zeigte sich die Sportlichkeit meines AK. Die zweite Halbzeit wurde nämlich vom AK-Kollegen Frank Tempel gepfiffen und neben Paul Schäfer spielten mit Raju Sharma und mir erneut zwei Mitglieder aus dem Bürgerrechtsarbeitskreis mit.

Nach soviel Sport musste dann auch ganz viel sitzen stattfinden – Plenardebatte. Die nächste Woche wird etwas ruhiger -vielleicht. Schließlich ist es eine Woche vor dem Bundesparteitag und da ist eigentlich immer was los. Doch bevor es soweit ist, wird hoffentlich am Sonntag-Abend der Einzug der NRW-LINKEN in den Landtag gefeiert.

Erstens kommt es anders

… und zweitens als man/frau denkt.

Heute begann der Veranstaltungsmarathon. Doch bevor ich um 14.00 Uhr kurz bei der Fuck Parade in der Revaler Straße vorbeischauen ging, beschäftigte ich mich mit der zweiten Veranstaltung des Tages, den Hartz IV-Infogesprächen im Eastgate in Marzahn zur Unterstützung des Wahlkampfes von Petra Pau. Bevor ich zu solchen Veranstaltungen gehe, schaue ich mir immer noch mal die neuste Rechtsprechung zu Hartz IV an.  In diesem Zusammenhang wollte ich dann doch noch mal nachsehen, was der Kollege Ströbele so zu Hartz IV gesagt hat, als es eingeführt wurde.  Und sieh da: Aus dem Protokoll zur zweiten und dritten Lesung am 17.10.2009 ist erkennbar, dass der Kollege Ströbele eine Erklärung zu Protokoll (PlPr 15/67, Anlage 3)  gab, in der er erklärte: „Die Gesetzentwürfe Hartz III und IV im Rahmen der Agenda 2010 sehen wir durchaus kritisch. Dennoch stimmen wir dem Gesetzespaket zu.“ Das es am 19.12.2003 eine weitere Abstimmung zu Hartz IV gab, nachdem der Vermittllungsausschuss angerufen wurde, ist da nur noch zweitrangig.

Als ich dann auch die Urteile durchforstet und mir Notizen gemacht hatte, wollte ich mit dem Arbeitslaptop -der Marathon der Männer war vorbei- ins Arbeitszimmer und alles ausdrucken. Aber als ich dort ankam, ging gar nichts mehr. Mit Stecker nicht, ohne Stecker nicht, nach Akku rausnehmen nichts – einfach tot. Bedauerlicherweise ist es in der Geschäftsstelle auch nicht möglich eine docx-Datei zu öffnen, so musste ich mich auf meinen Kopf verlassen.

Nach dem Ausflug nach Marzahn und den dortigen Aktivitäten ging es in den Mauerpark. Dort fand RedBeats statt. Eine wirklich großartige Party, organisiert von der LINKEN Berlin, dessen Gewinn an das SO 36 gehen wird.

DJ-Pult bei RedBeats

Es wurde heftig getanzt, selbst Piraten und Grüne konnte ich entdecken, während ich mal kurz die Becher spülen war.

Was heißt, es wurde heftig getanzt? Es wird vermutlich immer noch getanzt und ich wäre gern noch da, auch weil ich eigentlich versprochen hatte beim Abbau zu helfen. Doch dem machte die Berliner Zeitung einen Strich durch die Rechung, was ich zwar nicht gelesen habe, mir aber vor ca. 2,5 Stunden erzhählt wurde.  Hier wird im letzten Absatz behauptet, ich würde morgen 10 km in Kreuzberg laufen.  Mh, hatte ich eigentlich nicht vor. Erstens habe ich ein kaputtes rechtes Knie, von dem ich überhaupt nicht weiß, ob es 10km durchhält und zweitens bin ich eine solche Strecke seit mindestens 16 Jahren, ich würde aber fast wetten seit 20 Jahren, nicht mehr gelaufen. Aber wenn ich jetzt nicht antrete, sieht es aus wie kneifen – und das ist nicht meine Art.  Also werde ich morgen mal versuchen 10 km zu laufen und hoffe nur, das Knie macht es mit.  Und damit das was wird gehe ich jetzt ins Bett.