In meiner aktiven Zeit als Politikerin hatte ich natürlich immer die wichtigsten Themen zu bearbeiten. Dachte ich. Typisch Tunnelblick. Okay, mittlerweile ist Netzpolitik nicht mehr nur eine Sache für Nerds und das mit dem Wahlrecht interessiert oberflächlich auch ziemlich viele (also wenn es um die Größe des Bundestages geht), die Sache mit dem Paritätsgesetz nur einige. Und das mit dem Strafgesetzbuch, das wollen außer mir nur noch ein paar ganz wenige entrümpeln.

Was mich diese Zeit gelehrt hat: Es gibt den Blick des/der Politiker*in, gespeist aus seinem/ihrem Universum. Und es gibt den anderen Blick. Den nehme ich heute ein. Da bewegt mich eine Frage: Wie komme ich sicher und verlässlich von zu Hause zu meinem Arbeitsort und wieder zurück.

Ich habe einen Führerschein, aber als ich neulich Car2Go nutzte, stand ich eher im Stau, als dass ich irgendwie verlässlich von einem Ort zum anderen kam. Ab und zu nutze ich auch den ÖPNV, aber…

Ich bin begeisterte Fahrradfahrerin. In Berlin ist es des schnellste, preiswerteste und ökolgogischste Fortbewegungsmittel. Das sind drei Dinge auf einmal. Und Fahrradfahren macht auch Spaß. Meistens jedenfalls. Wären da nicht die Fahrradwege bzw. Fahrradstreifen in Berlin.

Da fängt das Elend schon an. Ich plädiere innerhalb von Städten eindeutig für Fahrradstreifen. Das hat Vorteile für alle Seiten. Die Autofahrer/innen sehen die Fahrradfahrer/innen und auf der Straße latschen auch keine Touristen/innen rum. Außerhalb von Städten finde ich Fahrradwege angemessener. Wenn sie denn in einem vernünftigen Zustand sind.

Doch wie sieht es in Berlin aus? Es gibt deutlich zu wenig Fahrradstreifen. Und wenn es die gibt, sind sie meistens zu schmal. Und die Fahradwege? So sieht es in Berlin aus:

In jedem Fall zu schmal, denn ein/e Fahrradfahrer/in kann den/die andere Fahrradfahrer/in nicht überholen. Irgendwelche Pflastersteine statt glatter Fläche. Hinzu kommt noch ein fließender Übergang zwischen Fahrradweg und Fußgängerweg. Zumindest am…

Ich habe schon immer wenig Fleisch gegessen. Nur an Hackepeter konnte ich nicht vorbeikommen. Vor ca. 2 Jahren las ich dann ein ziemlich krasses Buch (Titel habe ich schon wieder vergessen) über Massentierhaltung und all das chemische Zeugs was so täglich mitverspeist wird. Ich hatte einfach keinen Bock mehr auf Fleisch danach.  Es waren am Ende wohl eher diese Gründe, die mich zum Verzicht auf Fleisch beim Essen bewogen haben.

Ich trinke so gut wie keinen Alkohol. Wenn es hoch kommt, bekomme ich auf ein Jahr gerechnet auf 1.5 Flaschen Rotwein und eine halbe Flasche Eierlikör. Das war in meiner Jugend natürlich anders. Da habe ich auch mal ordentlich tief ins Glas geschaut. Aber die alkoholfreien Getränke schmecken dann doch besser und der Magen bedankt sich auch.

Ich habe kein Auto mehr und fahre im Regelfall Fahrrad. Die Abschaffung des Autos war eine finanzielle Frage, denn im Verhältnis Aufwand und Nutzen wurde der Aufwand…

Der 7. März diesen Jahres war wirklich kein schöner Tag. Als ich mich auf den Weg zum Basistag der LINKEN in Friedrichshain-Kreuzberg machen wollte, musste ich feststellen das mein Fahrrad geklaut worden war. Ich hatte es vor dem Bürogebäude Unter den Linden 50 abgestellt, aber es war nicht mehr da.

Nach dem Frust, den dieses Fahrrad habe ich besonders gern gehabt, begann die Rennerei. Mittlerweile kann man zum Glück bei der Online-Wache der Polizei Strafanzeige erstatten, aber die Rennerei wegen der Versicherung bleibt. Die Versicherung überwies Geld und ich konnte ein neues Fahrrad kaufen.

Ca. vor einer Woche rief dann die Polizei an, sie habe mein Fahrrad gefunden. Es sei in der Mittelstraße aufgefunden worden. Das war schon etwas komisch, denn die Mittelstraße ist genau am anderen Ende vom Bürogebäude und genau selbiges hatte ich auf der Suche nach meinem Fahrrad mindestens einmal umlaufen.

Nun ging die Rennerei wieder los. Telefonate mit…

Damit hätte ich nun wirklich nicht gerechnet. Froh das Rad aus der Durchsicht zurück zu haben, wollte ich dem Wetter trotzen und die notwendigen Wege heute mit dem Rad zurücklegen. Doch statt Wohlfühlgenuss gab es nur langsames Vorankommen und eisigen Gegenwind. Und das sowohl auf dem Hin- wie auch auf dem Rückweg. Von eisigem Gegenwind lass ich mich jedoch nicht umwehen und werde wohl mich auch morgen wieder dem Gegenwind stellen.

Fast noch schlimmer als der Gegenwind ist allerdings die Ernüchterung über das kapitalistische Warenangebot ;-). Weder gibt es Rucksäcke nach meinem Wunsch – so dass ich mit dem zweitbesten Rucksack vorlieb nehmen musste – noch vernünftige Fahrradhelme :-(. Nicht das ich unbedingt einen Fahrradhelm haben möchte, aber Deal ist Deal und mein Büro hat solange rumgenervt, bis ich mich entschieden habe, einen solchen zu erwerben. Doch daraus wurde leider nichts, denn zumindest heute gab es keinen Helm in einfacher roter Farbe, sondern nur Helme mit…

… mach mit. Dies war das Motto des heutigen Tages. Nach einem Großeinkauf um den Kühlschrank wieder aufzufüllen und bevor es an den Laptop geht um ein wenig juristisch zu arbeiten, war heute mein handwerkliches (Un)Vermögen gefragt.

Viele fleißige Helfer/innen haben schon an zwei Samstagen dafür gesorgt, dass das Bürgerbüro ab dem 8. März Besucher/innen empfangen kann. Heute war der letzte Arbeitseinsatz und ich wollte wenigstens kurz mit Hand anlegen. So durfte ich einen kleinen Teil der Bürowand streichen.

Morgen ist dann wieder frei. D.h. es wird gejoggt und gelesen und die anstehende Bezirksvorstandsklausur vorbereitet.

Wenigstens ist das Wetter jetzt wieder so, dass die Straßen frei sind und ich endlich wieder Fahrrad fahren kann. Da ist frau doch gleich wieder gern in der Stadt unterwegs 🙂

… begann der heutige Wahlkampftag. Warum auch immer hatte ich meinen Wecker auf 7.00 Uhr gestellt und nicht auf 6.00 Uhr. Um 7.00 Uhr wollte ich aber schon auf der Warschauer Brücke sein um zu verteilen. Glücklicherweise habe ich eine innere Uhr und wurde von selbst wenigstens so früh wach, dass ich es noch (fast) pünktlich auf die Warschauer Brücke schaffte und dort mit vielen fleißigen Helfer/innen Material verteilen konnte.  Bereits an dieser Stelle schon ein herzliches Dankeschön an all die fleißigen Helfer/innen im Wahlkampf.

Das ich nur fast pünktlich war lag an der zweiten Überraschung des Tages.

Glücklicherweise wohne ich strategisch so günstig, dass ich flinken Fusses die Warschauer Brücke erreichen konnte und kurz vor der letzten Veranstaltung im OSZ auch noch im Fahrradladen vorbeigehen konnte.

Zum OSZ ging es dann diesmal mit dem Motorroller wo diesmal Herr Steuer die CDU vertrat. Und auch der hatte eine Überraschung parat,…

treiben mich in den Wahnsinn . Besonders schlimme Exemplare stehen auf der Straße Unter den Linden, auf der Karl-Marx-Allee und der Frankfurter Allee. Also auf der Strecke, die ich täglich zurücklegen muss .

Egal ob mit dem Fahrrad oder dem Motorroller, egal ob vorgeschriebene Geschwindigkeit oder zu schnell oder zu langsam: Niemals, aber auch wirklich niemals kommt man in einem Ruck durch diese langen Alleen. . Das kostet unglaubliche Zeit und ist im Übrigen auch Umweltfeindlich – zumindest, wenn man nicht mit dem Fahrrad fährt. Ständig abbremsen und anfahren, das verpestet die Umwelt. *schimpf*

Soll ich erst ein Volksbegehren anstoßen oder tut vorher jemand etwas?

… wo man die Handschuhe zum Fahrradfahren mitnehmen und am Abend sogar anziehen muss. Ich will in die Sonne!

Andererseits ist es auch wieder schön, sich einfach den Wind um die Ohren blasen zu lassen, Musik zu hören und all den täglichen Schei* für ein paar Minuten zu vergessen.

Und man kommt gut voran denn die Zahl der Fahrradfahrer/innen verringert sich von Tag zu Tag. Es gibt halt doch mehr Schön-Wetter-Fahrer/innen denn richtige Fahrradfahrfans.