Ein ganz normaler Tag

… geht seinem Ende zu. So richtig viel zu berichten von diesem Tag gibt es eigentlich nicht.  Nachdem ich jungen Brasilianer/innen etwas über die Partei und den Wahlkampf in Englisch erzählt habe, ging es wieder in den Roten Laden. Dort wurden wieder Fragen beantwortet und für die nächsten Touren mit dem Fahrrad Pläne geschmiedet. Danach ging es zum SO 36 wo ich gemeinsam mit Klaus Lederer die erarbeiteten Gelder des Konzertes RedBeats überreichte. Der Tag endete mit einem Fussballspiel gegen ein Team von NGO`s welches mit 2:4 verloren ging, was u.a. auch an meiner bekannten „guten“ Chancenverwertung lag. Den verbleibenden Continue Reading →

Erstens kommt es anders

… und zweitens als man/frau denkt. Heute begann der Veranstaltungsmarathon. Doch bevor ich um 14.00 Uhr kurz bei der Fuck Parade in der Revaler Straße vorbeischauen ging, beschäftigte ich mich mit der zweiten Veranstaltung des Tages, den Hartz IV-Infogesprächen im Eastgate in Marzahn zur Unterstützung des Wahlkampfes von Petra Pau. Bevor ich zu solchen Veranstaltungen gehe, schaue ich mir immer noch mal die neuste Rechtsprechung zu Hartz IV an.  In diesem Zusammenhang wollte ich dann doch noch mal nachsehen, was der Kollege Ströbele so zu Hartz IV gesagt hat, als es eingeführt wurde.  Und sieh da: Aus dem Protokoll zur Continue Reading →

Nein,

… in meinen 16 Jahren DDR war ich keine Widerstandskämpferin. Im Gegenteil: Ich war Gruppenratsvorsitzende (glaube ich), Agitatorin bei der FDJ und als Pionier beim XI. Parteitag der SED. Mein Nachdenken über die DDR, meine kritische Sicht auf sie begann -so absurd das für manche klingen mag- mit dem Eintritt in die PDS 1990. Bereits 1989 erklärte Michael Schumann: „Wir brechen unwiderruflich mit dem Stalinismus als System“ . Bis zum Beschluss zur „Offenlegung der politischen Biografie“  gab es viele selbstquälende Debatten innerhalb der Partei und 1993 einen mir noch sehr gut in Erinnerung gebliebenen Auftritt der AG Junge GenossenInnen als Continue Reading →

Reise in die Kindheit

… so erschien es mir, als ich mit dem Fahrrad nach Baabe und dann nach Lobbe gefahren bin. Urlaub auf der Insel Rügen – irgendwie auch Zeit für einen Rückblick. Baabe – 1983 im Mai habe ich hier Urlaub gemacht und immer pünktlich zur Friedensfahrtübertragung war ich in einem Restaurant. Meine Mutter arbeitete damals an ihrer Doktorarbeit und ich war eigentlich mittelmäßig enttäuscht, keine Friendensfahrt verfolgen zu können.  Doch extra für mich wurde lauter gestellt, ich muss wohl schon damals quängeln gut drauf gehabt haben ;-).  Wiedergefunden habe ich das Restaurant leider nicht, aber Baabe war auch so nicht wieder zu erkennen. Continue Reading →

Tolles Konzert und eine spaßfreie Behörde

Ein Konzert im Olympiastadion hatte ich noch nie. So war das gestrige Depeche Mode Konzert meine Olympiastadion-Konzert-Premiere. Und es hat sich gelohnt. Zwar sprang der Funke auf das Publikum -zumindest auf das ältere Publikum das auf den Rängen Platz genommen hatte- so richtig erst bei den „alten Schinken“ über, aber das Konzert war richtig gut. Was anderes kann es wohl auch nicht geben, wenn Depeche Mode live spielen. Mitwippen, mittanzen und mitsingen – davon gab es gestern genügend. Einziger Nachteil vielleicht -für Leute die direkt gegenüber der Bühne saßen- von der Band sah man so gut wie nichts. Es gibt Continue Reading →

Schluss, Aus, Ende, Vorbei – Das wars

Nach gefühlten 30 Jahren und tatsächlich ein wenig mehr als 9 Jahren werde ich heute in der Sitzung der Antragskommission den (Mit)Vorsitz abgeben. Angekündigt hatte ich es ja schon beim Europaparteitag in Trinken – wie ich diese Stadt in NRW nur noch nenne. Angefangen hat alles beim PDS-Parteitag in Cottbus 2000. Ich erinnere mich noch, wie ich in einem Nebenraum mit diversen Antragstellern über einen Kompromiss zum Antrag „Die PDS und der Antifaschismus“ verhandelte und am Ende auch erfolgreich war. Der schwierigste Parteitag war wohl der Programmparteitag in Chemnitz – 2003 auch auf Grund der unzähligen Änderungsanträge, kurz danach der Continue Reading →

Bitter

… war der Kommentar gestern in meinem Kopf als ich die Debatte zwischen den Roma in der St.-Marien-Liebfrauen- Kirche in Kreuzberg und den Vertreter/innen des Senates und des Bezirkes verfolgte. Vielleicht trifft „bitter“ die Gefühlslage nicht richtig. Vielleicht war ich eher traurig, verzweifelt, enttäuscht. Als der Anruf kam, dass ich in die Kirche kommen sollte, ging es noch um juristische Unterstützung. Was ich dann erlebte hat mich sehr nachdenklich gemacht. Für den Senat war Katina Schubert anwesend. Katina kenne ich seit Jahren, als engagierte Antirassistin. Für den Bezirk der Sozialstadtrat Knut Mildner-Spindler, ebenfalls mir bekannt als bekennender Antirassist. Beide Mitglieder Continue Reading →

Zeit zum Innehalten

Sylvia Yvonne Kaufmann ist zur SPD gewechselt. Begründungen für diesen Schritt sind derzeit nur wage zu bekommen, eine eigene Erklärung von ihr habe ich nicht gefunden. Was Sylvia Yvonne Kaufmann als Begründung abgibt, teile ich so nicht.  DIE LINKE ist kein Haufen Sektierer und es siegte auch nicht pure Ideologie über Vernunft. Insbesondere der Leitantragesentwurf des Wahlprogramms als Kompromiss aller Strömungen zeigt, das dem nicht so ist.  Ich hätte gern mit Sylvia Yvonne weiter dafür gekämpft, dass es so bleibt. Ich bedauere den Schritt von Sylvia Yvonne und ich glaube nicht, dass sie in der SPD wirklich das findet, was Continue Reading →